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Wurzen Landkreis Leipzig investiert 2016 zehn Millionen Euro in den Straßenbau
Region Wurzen Landkreis Leipzig investiert 2016 zehn Millionen Euro in den Straßenbau
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14:00 07.03.2016
Der Straßenbau in Gnandstein sorgt für Ärger und Diskussionen. Ende März sollen weitere Gespräche mit Anliegern aufgenommen werden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Landkreis Leipzig

Eine Menge Ortsdurchfahrten will der Landkreis Leipzig in diesem Jahr grundhaft ausbauen. Das betrifft etwa Göhrenz im Nordwestzipfel des Kreises, Kössern am Thümmlitzwald und Güldengossa im Neuseenland. Der seit langem geplante Bau der Umgehungsstraße, die Ammelshain vom Verkehr entlastet, soll so weit vorangetrieben werden, dass 2017 die Bagger anrollen können.

Rund zehn Millionen Millionen Euro investiert der Landkreis – nach derzeitiger Planung – 2016 in den Kreisstraßen-Bau. Hinzu kommen die Beseitigung von Hochwasserschäden im Volumen von fünf Millionen Euro sowie zahlreiche Straßeninstandsetzungen. Das neue Investitionskraftstärkungsgesetz eröffne zudem bis 2020 neue Spielräume, sagt Dirk Rasch, seit Jahresbeginn neuer Leiter des Amtes für Straßen- und Hochbau. Der Kreis könne gegebenenfalls mit bis zu zwölf Millionen zusätzlich von Bund und Land rechnen. „Es gibt zwar zusätzliches Geld, doch um das nutzen zu können, müssen wir die Eigenmittel bringen“, sagt Rasch. Die Förderung liege bei 75 Prozent. Andererseits würden im Rahmen der Regelförderung im kommunalen Straßenbau weniger Mittel zur Verfügung stehen. Doch gebe es hier – und das sei erfreulich – eine höhere Förderung: bei Kreisstraßen 80 Prozent und bei Brücken 90 Prozent.

„Daher sind wir bestrebt, alle Möglichkeiten des Investitionskraftstärkungsgesetz auszuschöpfen.“ Allerdings lasse sich zum Zeitpunkt nicht abschließend sagen, was alles umsetzbar sei. Zusätzlich zu den bisherigen Vorhaben werde man die Ortsdurchfahrt Körlitz dieses Jahr erneuern – inklusive der Verbindung nach Roitzsch.

Zu den großen Straßenbauprojekten zählt Güldengossa mit 3,5 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr. In Göhrenz werden immerhin 1,7 Millionen Euro verbaut. „Die Notwendigkeit besteht seit langem, doch erst über ein Planfeststellungsverfahren konnten wir Baurecht herstellen“, erläutert Sachgebietsleiterin Dorothea Gronemann. Nach ersten Arbeiten vor dem Winter solle es im März richtig losgehen, geplantes Bauende Mitte 2017. In Kühren ist eine aufwendige Brücke über die ICE-Trasse nach Dresden fertigzustellen. Zwischen Bad Lausick und Trebishain wird jener Abschnitt der Kreisstraße ausgebaut, der bisher ausgespart blieb. Baurecht ist erteilt, die Ausschreibung im März geplant. Voraussichtlich ab Mai könne man bauen, so Gronemann, unter Vollsperrung bis Ende des Jahres.

Fahrbahndecken erneuert werden 2016 unter anderem in Döben, Lindennaundorf, Großbardau und Dornreichenbach sowie zwischen Deutzen und Regis-Breitingen. Um die Beseitigung von Hochwasserschäden geht es in Tautenhain; außerdem werden Entwässerung und Gehwege erneuert. Flutschäden werden auch in Göttwitz behoben.

Offen ist, wann die Straße in Gnandstein ausgebaut werden kann. Der Abwasserzweckverband Wyhratal (AZV) hatte hier im vergangenen Jahr einen Kanal verlegt. Entgegen ursprünglicher Pläne hatte der Kreis nicht mitgezogen, weil die Art und Weise des Ausbaus bei den Anwohnern auf Widerstand traf und die Flächen für breitere Fahrbahn, Kurvenausbau und Gehweg nicht zur Verfügung standen. Konsequenz: Der AZV konnte nichts sparen und verschloss die Straße nur provisorisch. „Ende März wollen wir noch einmal mit den Anliegern reden. Vielleicht gelingt doch eine Einigung“, sagt Dirk Rasch, um Deeskalation bemüht. Allerdings gelte: „Wir müssen die Straße nach dem aktuellen Regelwerk ausbauen, sonst gibt es keine Förderung.“ Aber man könne und wolle so bauen, dass das historische Dorfbild nicht über Gebühr beeinträchtigt werde.

Verschieben auf die Zeit nach der Eingemeindung von Kohren-Sahlis nach Frohburg wird der Landkreis den Ausbau der Straße Rüdigsdorf–Kohren. Die Verbreiterung der Kreisstraße Richtung Streitwald bis zu der am Kohrener Stadtrand liegenden DRK-Wohnstätte einschließlich des längst überfälligen Gehwegs werde man möglichst schon in diesem Jahr angehen. Darauf habe man sich mit der Stadt, die einen Teil der Kosten trägt verständigt – Baurecht vorausgesetzt.

Von Ekkehard Schulreich

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