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Wurzen Landkreis Leipzig investiert in neue Blitzer-Technik
Region Wurzen Landkreis Leipzig investiert in neue Blitzer-Technik
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21:36 18.05.2018
Der Landkreis Leipzig investiert eine Viertelmillion Euro in neue Technik für Geschwindigkeitsmessungen. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

 In Sachen Verkehrsüberwachung rüstet der Landkreis Leipzig zwar nicht auf, aber er rüstet nach: Beschafft werden zwei neue Fahrzeuge samt neuer Technik zur Geschwindigkeitsmessung. Das beschloss der Kreisausschuss Mitte der Woche. Die Wagen kommen aber nicht zusätzlich zum Einsatz, sondern anstelle zweier Autos, die aufgrund ihres Alters – acht und zehn Jahre alt – ausgemustert werden.

Weniger Messungen der Polizei

Der Fuhrpark an Messfahrzeugen soll sich auch künftig auf drei Wagen beschränken. Sie ergänzen die sieben stationären Blitzer in Espenhain, Deuben, Machern, Großpösna und Markranstädt und die Geschwindigkeitsüberwachung, der sich die Polizei widmet. Das sei unverzichtbar, denn Letztere nähme kontinuierlich ab, heißt es in der Beschluss-Begründung. Habe die Polizei vor einem halben Jahrzehnt noch 14 340 Temposünder belangt, seien es 2016 nur noch 11 796 gewesen. In den ersten elf Monaten des zurückliegenden Jahres ergingen noch 7549 Anzeigen. Die Messfahrzeuge der Kreisbehörde sind im Zwei-Schicht-Betrieb an wechselnden Orten unterwegs – montags bis freitags von 5.30 bis 21.30 Uhr und sonnabends von 8 bis 16 Uhr. Es stehe ausreichend Personal zur Verfügung, so dass sie „kontinuierlich eingesetzt und ausgelastet werden“.

Hersteller stellt technischen Support ein

Die mobile Verkehrsüberwachung, argumentiert der Landkreis, sei eine wichtige „Säule zur Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten durch Geschwindigkeitsüberschreitungen“. Zahlreiche Kommunen, aber auch Bürger forderten die Behörde regelmäßig auf, an viel und (zu) schnell befahrenen Straßen regulierend einzugreifen. Dem wolle und müsse man entsprechen. Die beiden Radargeräte, die jetzt ersetzt werden sollen, stammen aus den Jahren 2009 und 2011. Sie sind für eine zehnjährige Nutzung vorgesehen. Allerdings stelle der Hersteller den technischen Support dafür ein, so dass die Anlagen nicht betriebsbereit gehalten werden könnten. Eine der beiden sei ohnehin seit Januar defekt. Eine Vergleichsrechnung ergab, dass der Kauf deutlich günstiger als eine Anmietung komme. Zugrunde gelegt wurde die Ahnung von 6000 Tempo-Verstößen, die 180 000 Euro Einnahmen pro Jahr bescherten – abzüglich der Aufwendungen, die gegenzurechnen sind.

Zwei VW Caddy werden gleich mitgekauft

Weil es wirtschaftlich unsinnig sei, neue Technik in verschlissene Autos einzubauen, schlug Landrat Henry Graichen (CDU) vor, zeitgleich mit der Messtechnik die Wagen auszutauschen. Die Anschaffung der Fahrzeuge vom Typ VW Caddy oder vergleichbarer Modelle ist mit 60 000 Euro veranschlagt, die der beiden Messanlagen mit 200 000 Euro. Der Ausschuss stimmte diesen Ausgaben zu.

Von Ekkehard Schulreich

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