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Wurzen Landkreis Leipzig ist startklar für den Winterdienst
Region Wurzen Landkreis Leipzig ist startklar für den Winterdienst
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11:42 27.11.2018
Auch in der Straßenmeisterei Zwenkau ist die Streusalzhalle gut gefüllt. Quelle: André Kempner
Landkreis Leipzig

 Erste frostige Nächte haben den Winter bereits angekündigt. Und auch die vier Straßenmeistereien im Landkreis stehen in den Startlöchern, um die Fahrbahnen notfalls frei zu halten. An allen vier Standorten sind die Lagerhallen gut gefüllt.

„Insgesamt“, so Kreissprecherin Brigitte Laux, „haben die Straßenmeistereien in Borna, Wurzen, Großbothen und Zwenkau rund 5200 Tonnen Salz gebunkert.“ Um Lieferengpässe zu vermeiden, wurde zusätzlich eine weitere Lagerhalle mit einer Kapazität von rund 2800 Tonnen angemietet. So soll verhindert werden, dass man zusätzliches Streugut dann zu höheren Preisen nachordern muss.

Landkreis für knapp 1200 Kilometer Straßen zuständig

Insgesamt ist der Landkreis für knapp 1200 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zuständig. Hinzu kommen noch viele Geh- und Radwege, die außerorts verlaufen. Erste Einsätze gab es bereits Mitte und Ende November, so der Landkreis. „Dabei wurden 76 Tonnen Salz verbraucht.“

Winterdienst Einsatz in der Straßenmeisterei in Zwenkau. Quelle: Kempner

„Bereits im Sommer haben die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit begonnen“, erklärt Brigitte Laux. So sei die gesamte Technik überholt und teilweise auch ersetzt worden. Die Armada, die den hellen Kristallen Paroli bieten soll, hört sich stattlich an: „An eigener Technik verfügt der Landkreis über acht Lkw, acht Unimog und vier Multicars. Ergänzt wird diese Flotte durch Fuhrunternehmen, die vertraglich für den Winterdienst gebunden wurden.“

Fangzäune sollen gegen Schneeverwehungen helfen

Falls erforderlich können so weitere 19 Lkw sowie zwei Traktoren in Marsch gesetzt werden. Drei Schneeschleudern, eine Schneefräse, 44 Seitenräumer sowie 40 Streugeräte, mit der die Geräteträger ausgerüstet werden können, ergänzen das Sortiment. Gegen Schneeverwehungen sollen außerdem 44 Kilometer Fangzäune helfen, die an besonders neuralgischen Punkten wie Einschnitten oder Hanglagen aufgestellt wurden.

Der Winterdienst steht in den Startlöchern. Quelle: Kempner

Das Straßennetz ist abhängig von der Verkehrsbelastung in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt. Straßen der ersten Kategorie sollten werktags spätestens bis 6 Uhr, sonntags und feiertags bis 8 Uhr beräumt sein. Limit für die beiden anderen sind 8 beziehungsweise 10 Uhr. Der Deutsche Wetterdienst versorgt die Straßenmeistereien direkt mit detaillierten Wetterberichten und Wetterwarnungen, die mehrmals täglich eingehen. „Die Vereinbarung mit dem Deutschen Wetterdienst hilft, Mensch und Technik optimal einzusetzen“, betont Brigitte Laux.

In den Städten sind Gemeinden für den Winterdienst zuständig

Die rechtlichen Grundlagen regele das Bundesfernstraßengesetz sowie das Sächsische Straßengesetz. Darin heißt es: ,,Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften die Straßen von Schnee räumen und bei Schnee- und Eisglätte streuen“. Innerhalb geschlossener Ortschaften, so Laux abschließend, obliege der Winterdienst auf Fußwegen sowie öffentlichen Straßen den Gemeinden.

Bei allem sei zu bedenken, dass die Winterdienstler bei Frost und Schneetreiben keine sommerlichen Straßenverhältnisse herbeizaubern können. „Es besteht keine Pflicht, alle Straßen überall und jederzeit von Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen. „Dies“, so Laux, „wäre technisch weder mit einem vertretbaren Aufwand möglich noch leistbar.“

Von Simone Prenzel

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