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Wurzen Landkreis Leipzig setzt auf Mobilität: Fahrgäste diskutieren über Angebot
Region Wurzen Landkreis Leipzig setzt auf Mobilität: Fahrgäste diskutieren über Angebot
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11:20 08.03.2018
Das Modellvorhaben Muldental in Fahrt ist vor dem Startschuss öffentlich vorgestellt worden. Quelle: Thomas Kube
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Landkreis Leipzig

Beim Pilotprojekt „Muldental in Fahrt“ gab es nicht nur Gewinner. Die Schmetterlingslinien dagegen, die Störmthaler, Zwenkauer, Markkleeberger und Cospudener Seen anfahren sollen, werden bereits sehnsüchtig erwartet. Bei der Umsetzung des neuen Konzeptes zur Verbesserung der Mobilität im Landkreis Leipzig geht die Behörde jetzt einen weiteren Schritt. „Neben Angeboten für Touristen und Ausflugsgäste des Leipziger Neuseenlandes soll auch das Busangebot vor allem für Pendler, Senioren und Jugendliche verbessert werden“, sagte gestern Brigitte Laux, Sprecherin im Landkreis Leipzig. Um das nah am Bedarf zu realisieren, sei die Mitarbeit der Fahrgäste am ÖPNV-Konzept erwünscht.

Mit ihnen wollen die Verkehrsplaner im Landkreis Leipzig ins Gespräch kommen. Während die Neugestaltung des Busverkehrs in Markkleeberg relativ reibungslos vonstatten lief, gab es beim Pilotprojekt Muldental in Fahrt erhebliche Reibungsverluste. Im Rahmen des neuen Fahrplanes waren Städte wie Bad Lausick, Brandis, Colditz und Grimma besser angebunden worden. Neue Haltestellen, veränderte Linienführung und eine genauer abgestimmte Taktung von Schülerverkehr und öffentlichem Nahverkehr sollte Verbesserungen für Pendler bringen. Aber das gelang nicht auf ganzer Linie. Aus dem Grimmaer Ortsteil Waldbardau hagelte es Kritik, weil eine gut erreichbare Haltestelle nicht mehr bedient wurde. Auch die Anwohner des zwischen Grimma und Bad Lausick liegenden Dorfes Bernbruch fühlten sich nach der Ausdünnung des Fahrplanes schwer getroffen. In Grimma bildeten Eltern aus Verzweiflung Fahrgemeinschaften, weil nicht alle Schüler nach Unterrichtsende mit dem Bus mitkamen. In Colditz fühlten sich Schichtarbeiter abgehängt.

In vielen Fällen ist nachgebessert worden. Das Projekt, das auf zwei Jahre angelegt worden ist, werde ständig evaluiert, hieß es aus dem Landratsamt. Parallel dazu werden weitere Teile des ÖPNV-Konzeptes, das der Kreistag im September beschloss, umgesetzt. So soll bis März kommenden Jahres der bestehende Saisonverkehr an den Wochenenden und in den Ferien erweitert werden. Die Linie 105, die bisher zwischen Markkleeberg und Belantis pendelt, soll bis Zwenkauer Hafen verlängert werden. Die zwischen Großstädteln und Lagovida verkehrende Linie 106 soll bis zum S-Bahnhof Böhlen fahren. Wie bereits angekündigt wird der Linienweg des 101er-Busses modifiziert. Er fährt dann von Zwenkau über Böhlen und Kahnsdorf nach Borna.

„Der Landkreis Leipzig arbeitet intensiv daran, den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern“, bestätigte Laux. Viele Einwohner würden bereits heute von den Vorteilen des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes profitieren. „Es wohnen jedoch nicht alle Menschen in der Nähe der Bahnhöfe“, so Laux weiter. Deshalb müsse der Busverkehr im Landkreis Leipzig Schritt für Schritt überarbeitet werden.

Das Konzept, das für jeden online abrufbar ist, wird jetzt öffentlich zur Diskussion gestellt. „Wir freuen uns über eine rege Beteiligung“, versicherte Laux. Alle eingehenden Hinweise würden geprüft und in die weitere Bearbeitung einfließen. Die Sprecherin bittet um Verständnis, dass nicht auf jede einzelne Zuschrift eine direkte Antwort erfolgen kann. Das Konzept soll dem Kreistag, mit den eingearbeiteten Hinweisen, im Sommer 2018 vorgestellt werden.

Das Konzept ist einsehbar unter http://www.nahverkehr-neuseenland.de/ im Downloadbereich. Hinweise können zum 31. Januar 2018 schriftlich an das Landratsamt des Landkreises Leipzig, Kultusamt, Stauffenbergstraße 4, 04552 Borna oder per E-Mail an kultusamt@lk-l.de gesendet werden.

Von Birgit Schöppenthau

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