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Wurzen Landwirtschaft über den Dächern von Wurzen
Region Wurzen Landwirtschaft über den Dächern von Wurzen
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00:16 25.07.2017
Referatsleiterin Petra Bretschneider beim Auspacken. Ab 24. Juli stehen sie und ihre Kollegen den Landwirten wieder mit Rat und Tat zur Seite. Quelle: Foto: Ines Alekowa
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Wurzen

„Der Umzug vom bisherigen Sitz in Mockrehna (Nordsachsen) basiert auf dem Beschluss der Sächsischen Staatsregierung zur Neuordnung der Behördenstandorte von 2011“, erklärt Petra Bretschneider, Referatsleiterin des Förder- und Fachbildungszentrums (FBZ), das zum Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gehört.

Die Umbauarbeiten in Wurzen laufen seit 2014. Für 35 FBZ-Mitarbeiter reichte der Platz im alten Gebäude nicht, außerdem hatte sich im Obergeschoss Hausschwamm breitgemacht. Deshalb wurden die unteren drei Etagen saniert, eine weitere aufgestockt und die Fassade energetisch saniert sowie Brandschutzauflagen erfüllt. Im jetzigen Obergeschoss, der „Beletage“, mit seinen großen Fenstern verfügen die Mitarbeiter im Beratungszimmer nicht nur über moderne Medientechnik, sondern haben auch einen tollen Blick über die Dächer von Wurzen hin zu den Türmen von Mühle und Dom.

Zur Ausstattung des Hauses gehört auch ein Archiv mit modernem Rollregallager. „Wir würden gern vieles digitalisieren, aber die EU verlangt von uns Papier“, sagt die Referatsleiterin. Unterm Strich hat der Freistaat in der Kantstraße rund 2,8 Millionen Euro investiert, informiert Pressesprecherin Petra Brommer vom Bauträger Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Nicht geändert haben sich mit dem jetzigen Umzug hingegen die Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche, betont die Referatsleiterin. Hinter dem sperrigen Behördennamen verbergen sich praktische Dienstleistungen für die Landwirte. Das FBZ betreut etwa 650 in Nordsachsen und noch einmal so viele im Landkreis Leipzig. Im Sachgebiet „Ausgleichs-und Direktzahlung“ geht es unter anderem um Bewilligung von Direktzahlungen im Rahmen der EU-Agrarpolitik, um Ausgleiche dafür, dass Landwirte ihre Produkte nicht kostendeckend verkaufen können, um die Förderung von Agrarumweltmaßnahmen, wie die von Wiesen mit besonderer Pflanzenvielfalt... „Und Natürlich müssen wir auch kontrollieren, ob die angegebenen Flächen eingehalten werden und vermessen diese mit einem geografischen Informationssystem“, erklärt die Leiterin.

In diesem Sachgebiet wird von Wurzen aus der Landkreis Nordsachsen betreut und von der Servicestelle Rötha der Landkreis Leipzig. „Das heißt, für die Landwirte rund um Wurzen, die sich jetzt freuen, sind wir gar nicht zuständig“, bedauert sie. Um ihnen entgegenzukommen, werden jedoch Kollegen aus Rötha in Wurzen Sprechtage anbieten.

Das Sachgebiet „berät zum Fachrecht Pflanzenbau, also beispielsweise zur Einhaltung von Gesetzen, wie der Düngeverordnung. Und im Winterhalbjahr bieten wir Landwirten Schulungen an.“ In Rötha gibt es dagegen noch Ansprechpartner für Pflanzenschutz und für in Not geratene Betriebe. „Zwei Mitarbeiter dafür sind ein Tropfen auf den heißen Stein“, weiß Bretschneider. „Gerade als die Milchpreise im Keller waren, gab es schon einige Betriebe, die um Beratung gebeten haben.“

Im dritten Sachgebiet werden die Natura-2000-Managementpläne für Lebensräume für Tiere und Pflanzen weiterentwickelt sowie Maßnahmen zum Naturschutz gefördert, zum Beispiel die Anlage und Sanierung von Streuobstwiesen und Biotopen. „Hier können nicht nur Landwirte, sondern auch Privatleute und Naturschutzverbände Anträge stellen“, ermuntert Bretschneider, solche Möglichkeiten zu nutzen.

Von Ines Alekowa

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