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Laqua legt in Nepperwitz den Schalter um: Schnelles Internet via Glasfasernetz

Infrastruktur Laqua legt in Nepperwitz den Schalter um: Schnelles Internet via Glasfasernetz

Obwohl die Lage auf dem platten Land es kaum vermuten lässt, ist Nepperwitz in einem neuem Zeitalter der Kommunikation angekommen. Im Zuge der Abwassererschließung erhielt der Ortsteil von Bennewitz ein modernes Glasfasernetz mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 1000 Megabit pro Sekunde. Andere Ortsteile sollen folgen.

So geht schnelles Internet auf dem platten Land: Bürgermeister Bernd Laqua (r.) hat mit Carsten Weigel (l.) und Sebastian Kirchner von Drahtlos-DSL in Grimma, das Dorf Nepperwitz kommunikationstechnisch zukunftsfähig gemacht.

Quelle: Frank Schmidt

Bennewitz. „Nepperwitz als nördlichster Ort der Gemeinde Bennewitz ist in Sachen Telekommunikation zum Leuchtturm der Gemeinde geworden“, sagte Bürgermeister Bernd Laqua (Die Linke). Stolz legte er vorgestern den symbolischen Schalter für ein modernes Glasfaserbreitbandnetz mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde um.

Begünstigt wurde dieser technische Fortschritt im Bereich der Telekommunikation durch Straßenbaumaßnahmen in Verbindung mit der Abwassererschließung in dem Ort. „Unsere Leistungen für die Breitbandangebote sind das Ergebnis von Synergieeffekten, weil wir im Zuge der Baumaßnahmen unsere Glasfaserkabel mit in die Erde verlegen konnten, sogar ohne einen Cent Fördermittel“, erklärte Carsten Weigel von der in Grimma ansässigen Firma Drahtlos-DSL GmbH Mittelsachsen. „Damit verfügt das Dorf Nepperwitz über das modernste Know-how im ehemaligen Muldentalkreis und ist für viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, in der Breitbandversorgung gut gerüstet“, versicherte Weigel. „Denn von Telefon über schnelles Internet bis hin zum Fernsehanschluss ist damit für marktübliche Preise alles auf technisch hohem Niveau möglich“, fügte der Experte hinzu.

Davon können nun insgesamt 57 Nepperwitzer Haushalte profitieren, von denen bereits vier angeschlossen sind. Weitere folgen sukzessive mit der Herstellung der Hauswasseranschlüsse. Darüber hinaus seien die Voraussetzungen geschaffen worden, so betonte Laqua, „dass alles, was zukunftsorientiert hier gebaut werden kann und wird, schon vorsorglich mit angeschlossen ist.“ Ergo: „Wir haben hier ein Zukunftsnetz gebaut, welches die Deutsche Telekom mit Stand heute standardmäßig im ländlichen Raum noch nicht bieten kann“, ließ Weigel aufhorchen. „Nicht bieten will – das muss so deutlich gesagt werden“, konnte sich Laqua den derben Seitenhieb gegen den magentafarbenen Branchenprimus nicht verkneifen, da dieser nur die Rentabilität im Blick habe und nicht bedarfsorientiert agiere.

Für Weigel und seinen DSL-Drahtlos-Partner Sebastian Kirschner sind die Ambitionen für ihr Engagement klar definiert, es geht um das Verdienen von Geld. Für Laqua indes geht es um weit mehr. „Uns ist die Entwicklung der Kommune wichtig. Und nicht nur das Handwerk und Gewerbe auf dem Land, sondern auch die jüngere Generation verlangt nach einer modernen Vernetzung.“ Es werde nicht nur nach günstigen Grundstücken gefragt, sondern auch nach schnellem Internet. Und diese Frage werde nicht mit 100 Megabit pro Sekunde beantwortet. Nur mit einem leistungsfähigen Netz, mit dem man schon jetzt den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht werde, könnten die Kommunen punkten.

Laqua bedauerte, „dass wir in dieser Frage von der großen Politik oftmals allein gelassen werden“. Konkret bezog er sich auf Verfügbarkeitsanalysen, für die ältere Einwohner befragt worden seien. „Die werden immer bestätigen, mit dem zufrieden zu sein, was vorhanden ist. Das ist aber nicht unser Anspruch für die Entwicklung einer Kommune. Wir brauchen moderne Netze, um die Jugend im ländlichen Raum zu halten oder noch besser hierher zu locken“, stellte Laqua klar. Und: „Meine Vorstellungen sind eine gleiche Ausstattung für Zeititz, Neuweißenborn, Rothersdorf und Bach“, machte der Bürgermeister eine klare Ansage für den weiteren Ausbau in seiner Kommune, gleichwohl er nicht ad hoc zu sagen vermochte, ob dieser in Monaten oder Jahren realisiert werden könne.

Von Frank Schmidt

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