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Wurzen Leer stehendes Haus in Machern brennt
Region Wurzen Leer stehendes Haus in Machern brennt
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16:09 29.11.2018
In einem leer stehenden Haus in Machern hat es am Mittwochabend gebrannt. Quelle: Frank Schmidt
Machern

Erneut sind Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren im Muldental um ihren Feierabend gebracht worden. In Machern mussten am Mittwoch gegen 20 Uhr gut zwei Dutzend Kameraden mit mehreren Einsatzfahrzeugen aus Gerichtshain und Machern sowie mit der Drehleiter aus Brandis ausrücken. In einem leer stehenden Haus direkt an der B6, nahe der einzigen Ampelkreuzung im Ort, mussten Flammen im ersten Obergeschoss gelöscht werden. Das Feuer griff auch auf den Dachstuhl über, der in der Folge komplett zerstört wurde.

In Machern hat am Mittwoch Unrat in einem leer stehenden Haus an der B6 Feuer gefangen. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Nach Aussagen des Einsatzleiters, Mathias Töpfer, brannte neben einem Ofen gelagerter Unrat. Dadurch konnte sich starker Rauch entwickeln, der über das Dachgeschoss den Weg ins Freie suchte. Deshalb wurde zunächst vermutet, dass es sich um einen Schwelbrand im Dachstuhl handeln könnte. Dank Einsatz unter Atemschutz wurden aber die Flammen im Nu gelöscht.

Brandstiftung in Haus in Machern vermutet

Da in dem seit vier Jahren verwaisten Gebäude keine Medien anliegen, werde von Brandstiftung ausgegangen, was jedoch noch von Experten untersucht werden muss. Ein Nachbar berichtete, dass in dem ehemaligen Gemeindeamt immer wieder die Fenster offen stehen. „Und eine richtige Haustür gibt es schon lange nicht mehr. Das musste ja mal soweit kommen“, sagte der verärgerte Senior. „Und das Haus da drüben“, er deutete mit einem Fingerzeig auf ein anderes altes Gebäude ebenfalls im Kreuzungsbereich, „ist bestimmt als nächsten dran“.

Ein 28-Jähriger, der das Feuer aufgrund starker Rauchentwicklung bemerkte, hatte über die Rettungsleitstelle Feuerwehr und Polizei gerufen. Zum Einsatz kamen auch Rettungswagen. „Wir mussten davon ausgehen, dass sich im Gebäude Personen befinden, die möglicherweise wegen Rauchgasvergiftung Hilfe benötigen könnten“, erklärte Töpfer die vorsorgliche Alarmierung der Rettungssanitäter.

B6 zeitweilig für Autofahrer gesperrt

Während der Löschmaßnahmen musste die B 6 zwischen der Dorfstraße und der Lindenallee voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde innerorts umgeleitet. Auch danach dauerte es noch eine ganze Weile bis zur Verkehrsfreigabe. Da sich Löschwasser auf der Straße bei drei Grad unter Null in gefährliches Glatteis verwandeln kann, forderte die Polizei den Winterdienst an, um die teils spiegelglatte Fahrbahn abzustumpfen.

Von Frank Schmidt

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