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Legida zieht mit kleinem Aufgebot erstmals durch Wurzen

Legida zieht mit kleinem Aufgebot erstmals durch Wurzen

Die Pegida-/Legida-Bewegung ist tatsächlich, wie vor Wochen angekündigt, aus den Großstädten aufs Land gezogen. Nachdem die letzte islamkritische Legida-Kundgebung am 4. Mai in Leipzig mit kaum 400 Teilnehmern weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben war, dürfte es mit dem am Montagabend in Wurzen gewagten Neuanfang kaum anders gewesen sein.

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Auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz haben sich auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Legida-Gegner versammelt.

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen. Rund 100 Sympathisanten kamen. Wie zu der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Gegendemonstration. Beide Veranstaltungen waren vom Landkreis als Genehmigungsbehörde zeitlich begrenzt erlaubt worden. Um mögliche Konfrontationen zu vermeiden, hatte die Polizei 110 Beamte im Einsatz.

Legida wollte - "ihrer Führungsperson Silvio Rößler entledigt", wie das gegen die Bewegung protestierende Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" mitteilte - gestern zwischen 18 und 21 Uhr den Marktplatz in Wurzen zum Aufzugsgebiet für ihre Demonstration machen. Zum geplanten Beginn verloren sich dort etwa 40 Leute. Angemeldet hatte die Veranstaltung Markus Johnke. Über die Ziele in Wurzen wollte er allerdings keine Auskunft geben.

"Anscheinend hofft Legida, hier mehr Zuspruch für ihre krude Mischung aus esoterischen Rechten und sogenannten Reichsbürgern für sich gewinnen zu können", sagte Juliane Nagel, Sprecherin des Aktionsnetzwerkes sowie Landtagsabgeordnete der Linken. "Wir werden rassistische Stimmungsmache nicht zulassen, egal ob in Leipzig oder im Umland. Für uns steht außer Frage, dass wir Proteste gegen Legida auch in anderen Städten und Gemeinden unterstützen." Folglich hatte sich schon im Vorfeld Protest gegen die "rechtslastige Initiative Legida" formiert, wie es vom Aktionsnetzwerk gesehen wird. Zur Gegendemonstration zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz aber hatte der DGB aufgerufen. Hierfür reisten Legida-Gegner gemeinsam mit dem Zug aus Leipzig an.

Mit Blick auf die neuen ländlichen Ziele der islamkritischen Bewegung springen sinnbildlich auch Die Grünen auf den gleichen Zug auf. "Es darf kein Hinterland für Rassismus in Sachsen mehr geben", fordert Landesvorsitzender Jürgen Kasek. Den Aufmarsch in Wurzen lastet er unmissverständlich der Staatsregierung an. Diese habe sich die Verteidigung grundlegender Werte der Demokratie auf die Fahnen geschrieben. "Von einer klaren Haltung ist wenig zu merken." Zur Demokratie gehört auch, "das Demonstrationsrecht zu respektieren", sagte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos). "Wir sind eine friedliebende und weltoffene Stadt, die keine fremdenfeindlichen Meinungsbekundungen will und braucht. Deshalb erwarten wir", so Röglin weiter, "dass mit diesen Demonstrationen die Spielregeln der Demokratie eingehalten werden."

Ein unmittelbares Aufeinandertreffen beider Gruppen gab es nicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.06.2015
Frank Schmidt und Kai-Uwe Brand

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