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Wurzen Lernförderschule Burkartshain bleibt mobil
Region Wurzen Lernförderschule Burkartshain bleibt mobil
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17:48 30.05.2018
Schulfest an der Lernförderschule: Katrin Engel verwandelt Erik Willnow in einen kleinen Löwen. Quelle: Ines Alekowa
Wurzen/Burkartshain

Kinderschminken, Töpfern, Eiswagen, Hüpfburg – die Mädchen und Jungen der Schule zur Lernförderung Burkartshain feierten am Dienstag ihr alljährliches Schulfest. Die Neuntklässler konnten es besonders entspannt angehen. „Alle haben die Prüfungen zu den komplexen Leistungen geschafft“, lobte Joachim Krahn, der die Schule seit zwei Jahren leitet. Auf ein Praktikum folgt für sie nun ein kooperatives Berufsvorbereitungsjahr im Berufsschulzentrum Wurzen.

Sportliche Angebote

Aber auch bei den anderen herrschte ausgelassene Fröhlichkeit. „Bei der Zusammenstellung des Programms werden die Interessen der Schüler berücksichtigt, sie sollen Spaß haben und sich ausprobieren können“, sagte Krahn. Und so finden sich darin vor allem sportliche Angebote wie Tischtennisturnier, Fußball, Zumba oder Fahrradparcours, denn Sport wird an der Schule groß geschrieben. Ein zweiter Platz im sachsenweiten Wettkampf um das Sportabzeichen spricht für sich. „Sport ist für unsere Schüler sehr wohltuend, denn Bewegung unterstützt das Denken“, sagte Krahns Stellvertreterin Katrin Thiel und freute sich, dass das nicht nur von engagierten Sportlehrern unterstützt wird, sondern für ein Ganztagsangebot auch durch eine langjährige Kooperation mit dem Sportpark Nischwitz. Mit dem Fest bietet die Schule wiederum Vereinen die Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung, insbesondere Anglerverein und Feuerwehr. Krahn bedauerte, dass es bislang nicht gelungen sei, die Wehr in die Ganztagsangebote einzubinden, personelle Gründe bei der Wehr stünden dem entgegen.

13 Sponsoren ermöglichen Nutzung des Kleinbusses

Das Fest bildete aber vor allem den perfekten Rahmen, um sich bei 13 regionalen Sponsoren zu bedanken, die der Schule ermöglichen, einen Kleinbus weitere fünf Jahre zu nutzen. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Krahn und freute sich, dass einige Firmenvertreter, dazu seitens des Landkreises als Schulträger Marina Honza-Kleefeld vom Kultusamt, der Einladung gefolgt waren. „Wenn wir den Bus nicht hätten, sähen wir hier ziemlich alt aus, denn wir haben keine richtig gut funktionierende Busanbindung“ fand Krahn deutliche Worte. Mit dem Bus könne man Schüler zum Beispiel zu Sportwettkämpfen und zurück nach Hause fahren. „Wir helfen auch anderen, wie der Brücke-Förderschule Wurzen oder dem Berufsschulzentrum aus. Eigentlich ist der Bus fast täglich im Einsatz.“ So auch vorgestern, um die Teilnehmer am Angeln zum Kanal in Wurzen zu bringen.

In der Schule lernen zur Zeit 132 Schüler, im nächsten Schuljahr werden es 140 sein. Krahn führt das auf den verstärkten Zuzug in den Raum Wurzen zurück – Ende offen. Die Einrichtung allerdings operiere mit den ihr zur Verfügung stehenden Kräften bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. „Eigentlich, so Krahn, „müssten wir sogar für Beratung und Diagnostik an Schulen mit erhöhtem Förderbedarf gehen. Aber momentan können wir nur den Unterricht hier absichern.“ Es sei schwer, Lehrer für den ländlichen Raum zu begeistern. „Dabei wurde an dieser Schule in den vergangenen Jahren ordentlich was geschaffen“, verweist er auf deren intakten baulichen Zustand.

Von Ines Alekowa

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