Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Lese-Projekt an der Bennewitzer Grundschule
Region Wurzen Lese-Projekt an der Bennewitzer Grundschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 02.02.2010
Bennewitz

Sieben Tage lang dreht sich in der Bildungseinrichtung im fächerübergreifenden Unterricht wie im Ganztagsangebot alles um das Thema Tiere.

Linda, Leon, Emily und Joshua aus der 2a hatten sich gestern gut darauf vorbereitet, ihre Mitschüler über Lebensweise, Ernährung und Nutzen von Rindern zu informieren. Mit Hilfe ihrer Eltern hatten sie wegen der Anschaulichkeit dazu auch eine Schautafel hergestellt. Haustiere sind für die Zweitklässler das Thema der Projektwoche, das sie von vielen Seiten beleuchten. So bauten sie, und das sind nur Beispiele, im Werkunterricht einen kleinen Bauernhof, und statten morgen dem Milchhof Nemt einen Besuch ab. Zum Auftakt der ganz besonderen Woche stellte ihnen Bibliothekar Eberhard Otte die Buchreihe „Wald und Flur“ vor, um die Schüler ebenso wie die Schulanfänger langsam mit seiner Schatzkammer im Bennewitzer Rathaus vertraut zu machen, in der die dritten und vierten Klassen bereits regelmäßig Entdeckungen machen.

„Das Projekt ist ein riesengroßer Aufwand. Doch er lohnt sich, weil er den Schülern einen leichteren und freudvolleren Zugang zum Lesen ermöglicht“, betont Schulleiterin Manuela Wünscher. Das Vorhaben werde vom gesamten Kollegium getragen und in allen schulischen Bereichen altersgemäß umgesetzt. Es gehe vor allem darum, dass die Schüler lernen, Texten Informationen zu entnehmen, zielgerichtet Fragen zu beantworten und das Gelesene mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen.

In der ersten Klasse solle die Auseinandersetzung mit Heimtieren Kreativität und Sprachentwicklung, soziale Kompetenz und Selbstbewusstsein fördern. In der dritten Klasse geht es bei Forschungsaufträgen zu Fabel und Sachtexten altersgerecht anspruchsvoller zu. Zudem hoben die Kinder ein Puzzle mit Fantasietieren aus der Taufe, das unbekümmert mit Körperteilen real existierender Vierbeiner jongliert. Mit dem Dresdner Kinderbuchautor Gerd Sobtzyk spürten die Jungen und Mädchen ebenso wie die Viertklässler der Herkunft von Zahlen und Buchstaben nach. Mit Forschungsauftrag, Wissenkartei, Schautafel und Stippvisite in der Lyrik untersuchen die ältesten der Grundschüler, wie Tiere über den Winter kommen.

Auch durch das fakultative Nachmittagsangebot zieht sich das Projektthema wie ein roter Faden. Da nimmt eine Arche Noah aus Papier Gestalt an, wird eine Tierfabel als Laienspiel eingeübt, werden englische Menagerie-Vokabeln gelernt, Fantasiestorys über Tiere geschrieben oder Plastiken kreiert.

Am Freitag stellen die 130 Schüler in allen Fluren aber auch bei einer Veranstaltung im Medienraum ihre Arbeitsergebnisse vor. Bereits jetzt hat die Bildungseinrichtung ihr nächstes und nicht minder aufwendige Vorhaben im Blick: Ein Sprach-Projekt, das sich thematisch an den Ländern Europas orientieren soll.

Ingrid Leps

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Falkenhain/Mark Schönstädt . Der Theaterverein Waldbad Mark Schönstädt kann seit gestern für ein halbes Jahr wieder auf zwei Ein-Euro-Jobber setzen. „Wir sind ganz froh darüber, denn bei uns gibt es viel zu tun“, freut sich Vereinsvorsitzende Conny Hanspach über reibungslosen Ersatz für die drei Vorgänger, die bis Anfang Januar zur Stange hielten.

01.02.2010

Wurzen. So viele Kreative auf einen Schlag hat Wurzen noch nicht gesehen. Mehr als ein Dutzend Künstler – Grafiker, Textilgestalter, Keramiker und Objektgestalter aus Leipzig und der Region zogen gestern, angeführt von Stadtplanungschef Carl Rößler durch die Innenstadt – auf der Suche nach den Wunden, die der Stadtumbau in den vergangenen 20 Jahren schlug.

30.01.2010

Bei einer öffentlichen Gesprächsrunde in Schloss Thammenhain mit Staatsminister Johannes Beermann hatte sich im Juni gezeigt, dass die Besitzer von Denkmälern Probleme haben, die sie im Alleingang nicht bewältigen können.

29.01.2010