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Wurzen Liebhaber betagter Technik treffen sich beim Brandiser Hoffest
Region Wurzen Liebhaber betagter Technik treffen sich beim Brandiser Hoffest
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09:24 09.05.2016
Von Machern auf den Tuxergletscher: Rainer Rantzsch berichtete auf dem Hoffest von seinem bevorstehenden Alpen-Abenteuer. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

Eine Jubiläumsparty auf allen Bühnen: So kann man die am Sonnabend veranstaltete 15. Auflage des Hoffestes auf dem Remlerschen Bulldog-Hof in Brandis kurz umschreiben. „Für unser kleines Jubiläum konnten wir nicht nur erstmals die Brandiser Blasmusikanten gewinnen, sondern wir haben zudem noch ein zweites musikalisches Angebot samt einer zusätzlichen Zapfgelegenheit im Garten eingerichtet“, berichtet Hofbesitzer Frank Remler, der darüber hinaus am Abend traditionell zum Tanz in die Scheune einlud.

Wobei in diesem Zusammenhang der Artikel „der“ die Sache nicht wirklich trifft, worauf eine Vielzahl von in gelbe Bulldoghof-T-Shirts gewandeten Helfern hindeutete. „Ohne Unterstützung ließe sich ein Fest dieses Umfangs nicht stemmen“, so der 49-Jährige, in dessen Grundstück sich vorgestern weit über 50 Traktoren- und Schlepper-Besitzer samt ihrer betagten Gefährte ein Stelldichein gegeben hatten. Unter anderem auch Siegfried Georgi von den Bad Lausicker Schlepperfreunden, der in einem gerade Mal zwei Meter in der Länge messenden Multicar-Anhänger auf der Remlerschen Wiese übernachtete.

„Ich bin von Anfang hier mit dabei, weil die Atmosphäre besonders familiär ist“, so der 69-Jährige, dessen Aktivist-Zugmaschine gleich neben dem Famulus 40 von Rainer Rantzsch parkte. Würden die vielen Aufkleber und Sticker am Fahrerhaus der Zugmaschine Baujahr 64 nicht Zeugnis von den Extremtouren des Macherners mit seinem Gefährt ablegen, man würde man jenem die vielen Geschichten nur schwerlich glauben. Das legendäre knapp 2800 Meter hohe Stilfserjoch nahe Meran habe er mit dem Famulus ebenso wie den Großglockner erklommen, wobei Start und Ziel jeweils in Machern gelegen hätten. „Und in diesem August fahre ich auf den Tuxergletscher, wo ich einer von nur 150 Schlepperfahrern sein werde, die für die Veranstaltung zugelassen worden sind“, so der 63-Jährige.

Eine Besessenheit für alte Technik, die Rantzsch mit dem samstäglichen Gastgeber Frank Remler teilt. In dessen Garagen und Ställen reiht sich eine betagte technische Gerätschaft an die andere, seit der Wiedervereinigung sammelt der 49-Jährige zudem Sachen aus Omas Zeiten, die aus dem Hof in den vergangenen rund zweieinhalb Jahrzehnten zu einem kleinen Museum gemacht haben, das jeden Donnerstag zwischen 15 und 19 Uhr und nach Vereinbarung auch an den Wochenenden in Augenschein genommen werden kann. „Noch in diesem Jahr wollen wir eine Transmission bis in die ehemalige Schmiede fertig stellen, um in dieser einige Maschinen anzutreiben, weil erfahrungsgemäß drehende Teile besonders faszinierend auf die Besucher wirken“, so der Hofbesitzer.

Von Roger Dietze

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