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Lokale Akteure können professionelle Unterstützung durch Sozialarbeiter gebrauchen

Runder Tisch Migration Lokale Akteure können professionelle Unterstützung durch Sozialarbeiter gebrauchen

Am vergangenen Sonnabend kamen ehrenamtliche Akteure aus Grimma, Colditz, Brandis, Borsdorf, Naunhof, Burkartshain und Machern im Grimmaer Diakonie-Jugendhaus „Come In“ mit Vertretern des Runden Tisches zusammen, um sich über Erfahrungen auszutauschen und mit dem nötigen Rüstzeug zu versorgen, um die Arbeit vor Ort künftig effizienter gestalten zu können..

Ein Blick in das Jugendhaus Come In in Grimma: Es wurde nach dem Hochwasser 2013 saniert. Hier die neue Küche.

Quelle: Roger Dietze (Archiv)

Grimma. . Deutschland sieht sich aktuell mit Flüchtlingszahlen in einer bislang unbekannten Größenordnung konfrontiert. Auch auf den Landkreis Leipzig sind in den vergangenen Wochen einige Hundert Frauen, Männer und Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsländern verteilt worden. Während die staatlichen Instrumente erst langsam zu greifen beginnen, haben sich in vielen Kommunen zeitnah Initiativen aus der Bürgerschaft heraus formiert, die sich der Neuankömmlinge in dieser oder jener Form annehmen. Diese Aktivitäten zu koordinieren hat sich der „Runde Tisch Migration“ auf die Fahren geschrieben, der sich seit rund drei Jahren in Form eines Zusammenschlusses verschiedener Initiativen, Träger und Einzelpersonen für die Belange eingewanderter Menschen im Landkreis einsetzt.

Am vergangenen Sonnabend kamen ehrenamtliche Akteure aus Grimma, Colditz, Brandis, Borsdorf, Naunhof, Burkartshain und Machern im Grimmaer Diakonie-Jugendhaus „Come In“ mit Vertreterinnen und Vertretern des Runden Tisches zusammen, um sich über die in den vergangenen Wochen gesammelten Erfahrungen auszutauschen und um sich mit dem nötigen praktischen Rüstzeug zu versorgen, mittels dessen die Arbeit vor Ort künftig effizienter gestalten werden kann. Denn die Tücken stecken nicht selten im Detail. So berichtete etwa Enrico Dicty von der Brandiser Flüchtlingshilfe, einem im vergangenen Dezember gegründeten Verein, dass ein unter anderem von ihm betreutes Fahrradprojekt für die in Beucha und Waldsteinberg untergebrachten Flüchtlinge bislang nicht die erhofften Ergebnisse in punkto Mobilität gezeigt hätte.

„Zum einen waren einige Fahrräder schon nach kurzer Zeit defekt, zum anderen leiteten jene Flüchtlinge, die die Räder zuerst in Benutzung genommen hatten, gewisse Besitzrechte ab“, so der 43-Jährige. Deshalb habe man jetzt eine Art Leihsystem ins Auge gefasst, um auf diesem Weg das Verantwortungsbewusstsein bei den jeweiligen Nutzern zu aktivieren. „Wir haben aber auch noch ganz einfache Probleme. Wir besitzen noch keine Örtlichkeit zur Lagerung der Fahrräder und ihrer Reparatur“, so Enrico Dicty. Professionelle Unterstützung in Person von Sozialarbeitern könnten die lokalen Akteure offensichtlich gut gebrauchen. Und Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, konnte diesbezüglich in Grimma Positives vermelden. Nach Lage der Dinge werde im Februar in Dresden ein entsprechender Beschluss gefasst, das Handlungsprogramm „Integration und Asyl“ der Landesregierung, mit dem Kosten für zusätzliche Sozialarbeiter abgedeckt werden sollen, mit 24 Millionen Euro zu unterfüttern. Auch die Förderrichtlinie „Integrative Maßnahmen“ soll auf etwa die gleiche Summe aufgestockt werden, nachdem laut der SPD-Politikerin die zunächst bereitgestellten 3,5 Millionen Euro innerhalb weniger Wochen abgerufen worden seien. „Es liegen in diesem Bereich aktuell Anträge in Höhe von rund 32 Millionen Euro vor“, so die einstige Landrätin des Leipziger Landes, der zufolge entsprechende Anträge noch bis zum 29. Februar gestellt werden könnten.

Von Roger Dietze

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