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Lossatal: Zankapfel "Grundgebühr"

Lossatal: Zankapfel "Grundgebühr"

Höhere Gebühren für mehr Investitionen: Hausherren müssen ab 2014 tiefer in die Tasche greifen. Auf seiner Sitzung am Montag hat der Lossataler Gemeinderat höhere Abwassergebühren und die entsprechenden Satzungen dafür beschlossen.

Lossatal/Falkenhain. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten drei Abgeordnete gegen das neue Preismodell, das Grundstückseigentümer, die dezentrale Anlagen nutzen, stärker zur Kasse bittet.

"Das ist ein Weihnachtsgeschenk für unsere Bürger", sagte Gemeinderat Reinhard Otto ironisch. Ebenso wie seine CDU-Kollegin Simone Tiesies und Karl-Heinz Nicklisch von der Freien Wählervereinigung lehnte er die Gebührenordnung ab. Während das Abwasser in den Ortsteilen Falkenhain, Dornreichenbach, Thammenhain, Voigtshain und Frauwalde überwiegend über hauseigene Anlagen geklärt wird, sind die Bewohner auf dem Gebiet des ehemaligen Abwasserzweckverbandes Lossatal mehrheitlich an das zentrale Leitungsnetz angeschlossen.

Für die dezentrale Abwasserentsorgung mussten Bürger bisher 1,45 Euro pro Kubikmeter berappen, die monatliche Grundgebühr lag bei 1,20 Euro. Künftig sollen sie 1,71 Euro zahlen, die Grundgebühr wurde auf fünf Euro im Monat angehoben. "Die Grundgebühr ist einfach zu hoch", sagte Karl-Heinz Nicklisch. Zuvor hatte er das Thema im Thammenhainer Ortschaftsrat diskutiert, welcher ebenfalls höhere Abgaben ablehnt. Wie Reinhard Otto, befürchtet auch er eine "Kostenexplosion" um fast 100 Prozent bei den Schmutzwassergebühren. Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) kam bei seiner Rechnung, die er im Gemeinderat vorführte, auf ein Plus von maximal 50 Prozent. Bei dem Votum im Dorfparlament gab es 18 Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen.

"Die Überschüsse aus den Jahren 2004 bis 2009 hatten dazu geführt, dass wir die Abwassergebühren für 2011/12 um knapp 30 Cent gesenkt haben", argumentierte Gerhard Winkelmann, Betriebsleiter Abwasser. Statt wie bisher 1,45 Euro wären sonst auch 1,70 Euro fällig gewesen - ein ähnlicher Gebührensatz wie ab Januar gelten soll. "Die Grundgebühr wird allerdings kräftig steigen", muss auch er zugeben.

"Die höheren Gebühren versetzen uns allerdings in die Lage, dass wir 200 000 Euro pro Jahr für Investitionen zur Verfügung haben", sagte Weigelt. Nach jahrelangen Versäumnissen müssten viele verschlissene Abwasserkanäle saniert werden. "Wir machen damit keinen Gewinn, die Gebühren dienen zur Kostendeckung", ergänzte er.

Mit der neuen Satzung wurden auch neue Mengen-Gebühren für die zentrale Schmutzwasserentsorgung verabschiedet. Für den Bereich Hohburg gelten weiterhin 2,90 Euro, für die Falkenhainer Ortsteile müssen künftig 3,46 Euro und für Heyda und Meltewitz 3,35 pro Kubikmeter gezahlt werden. Die monatliche Grundgebühr ist nun einheitlich bei 10,50 Euro. Dafür wurde sie in Hohburg um 50 Cent erhöht, in Falkenhain steigt sie um sechs Euro. Die Gebühr für das Niederschlagswasser wird Hausbesitzer künftig 34 Cent je Kubikmeter kosten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.12.2013
Benjamin Winkler

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