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Wurzen Lossatal besiegelt Partnerschaft mit AOK
Region Wurzen Lossatal besiegelt Partnerschaft mit AOK
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12:00 08.11.2018
Kristina Winter, Geschäftsführerin der AOK Region Leipzig, und Lossatal-Bürgermeister Uwe Weigelt unterzeichneten den Kooperationsvertrag zwischen Krankenkasse und Gemeinde im Rathaus Falkenhain. Quelle: Thomas Kube
Lossatal/Falkenhain

Die Gemeinde Lossatal macht den Anfang: Am Mittwoch unterzeichneten Kristina Winter, Geschäftsführerin der AOK Plus für die Region Leipzig, und der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) einen Vertrag über eine kommunale Gesundheitspartnerschaft. „Wir werden gezielt Projekte fördern, um die Gesundheit ausgewählter Zielgruppen in der Kommune zu unterstützen“, erklärte Winter. Der Vertrag gilt zunächst bis Ende 2019.

Entsprechende Vereinbarungen will die AOK Plus in den nächsten Monaten mit mehreren sächsischen und Thüringer Städten und Gemeinden abschließen. Basis ist die Mitte 2016 verabschiedete Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes.

AOK hilft den Kommunen beim Thema Gesundheit

Während deren Mitglieder, unter anderen Krankenkassen und Rentenversicherung, in Zusammenarbeit mit den Ministerien für die Unterstützung von Gesundheitsförderungsprozessen finanzielle Mittel bereitstellen, bringt die AOK Plus vor allem ihre Beratungskompetenz ein. „Wir unterstützen die Kommunen bei den Themen ,Gesund aufwachsen in Familie, Kita und Schule’, ,Gesund im Alter’ und ,Gesund leben und arbeiten’“, so Winter. „Hauptsächlich geht es darum, einer sozial bedingten Ungleichheit von Gesundheitschancen entgegenzuwirken.“

Lossatal ist die erste Kommune im Landkreis Leipzig, die dafür ausgewählt wurde, nach weiteren sei man auf der Suche, so Micaela Kretzschmar, AOK-Fachberaterin Gesundheitsförderung. Weigelt ist stolz auf die Vorreiterrolle seiner Gemeinde und freut sich über die beratende wie finanzielle Unterstützung seitens der AOK Plus. „Mit dieser Förderung können wir unsere kommunalen Gesundheitsziele auf spezifische Zielgruppen ausrichten und umsetzen.“

Senioren sind im Blickpunkt der Vorsorge

Zunächst im Fokus: die Senioren. Deshalb saßen am Tisch auch Vertreter der sieben Ortsgruppen der Volkssolidarität. „Natürlich haben wir auch junge Leute, die hierherziehen. Keiner sollte außen vor gelassen werden“, sagte Weigelt. „Aber irgendwo muss man beginnen.“ Der Bürgermeister, der regelmäßig auch Pflegeheime besucht, weiß, wie ältere Menschen wieder aufblühen, wenn sie gefordert werden. „So eine Chance sehe ich hier auch.“

Konkrete Vorhaben gebe es zwar noch nicht, sagte Kretzschmar, aber unmittelbar nach der Unterzeichnung traf sich erstmals der Steuerkreis aus Mitarbeitern von AOK und Gemeindeverwaltung. Mögliche Ideen für die Zielgruppe Senioren: Bewegung/Sport, Sturzprävention, Ernährung, Verpflegung und Mundgesundheit im Alter, psychosoziales Wohlbefinden.

Busse bringen Teilnehmer zum Veranstaltungsort im Lossatal

„Wir wollen alle Senioren erreichen“, betonte Hauptamtsleiterin Heike Markus. Dass Lossatal eine Flächengemeinde mit 17 Ortsteilen ist, sieht Weigelt dabei nicht als Problem. „Wenn irgendwo ein Vortrag gehalten wurde, ist es noch immer gelungen, die Leute zum Veranstaltungsort zu bringen“, verweist er auf zwei verlässliche Busunternehmen im Ort und kann sich auch eine Einbeziehung des DRK-Fahrdienstes vorstellen.

Die Auswahl der Partnerkommunen ist klar geregelt. Sie müssen sich bereits für die Gesundheitsförderung engagieren. „Mit Lossatal haben wir einen aktiven Partner gefunden“, lobte AOK-Beraterin Heike Jentsch. „Im Oktober haben wir unseren ersten kommunalen Gesundheitstag im Sportzentrum Falkenhain veranstaltet“, berichtete Heike Markus.

Und Hallenkoordinatorin Sylke Hempel listete eine ganze Reihe von Angeboten auf, die das erst vor zwei Jahren eingeweihte Sportzentrum bereits unterbreitet hat, angefangen von Kursen von AktivSport Saxonia, Volkshochschule und einer Yoga-Trainerin über Kleinkindersport der Arbeiterwohlfahrt bis zu Koordinationsübungen für Senioren.

Von Ines Alekowa

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