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Lossatal gibt grünes Licht für schnelles Internet im Wurzener Land

Kommunalpolitik Lossatal gibt grünes Licht für schnelles Internet im Wurzener Land

Gleich drei Bürgermeister gaben sich am Mittwochabend redlich Mühe, um den Lossataler Gemeinderat von der Gründung einer Tochter des kommunalen Unternehmens Wurzener Land-Werke (WuLaWe) zu überzeugen. Und dennoch fiel das Abstimmungsergebnis im Steinsaal des Kulturhauses „Zur Hohburger Schweiz“ knapp aus.

Das Wurzener Land soll schnelles Internet bekommen.

Quelle: Andreas Doering

Lossatal/Hohburg. Gleich drei Bürgermeister gaben sich am Mittwochabend redlich Mühe, um den Lossataler Gemeinderat von der Gründung einer Tochter des kommunalen Unternehmens Wurzener Land-Werke (WuLaWe) zu überzeugen. Und dennoch fiel das Abstimmungsergebnis im Steinsaal des Kulturhauses „Zur Hohburger Schweiz“ knapp aus. Neun Volksvertreter votierten mit Ja, darunter Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD), und fünf mit Nein bei einer Enthaltung.

Somit steht der künftigen WuLaWe-Glasfaser GmbH nichts mehr im Wege. Denn im Vorfeld hatten die drei Parlamente von Wurzen, Bennewitz und Thallwitz ihr Okay geben. Lossatal setzte quasi als vierter Gesellschafter den Schlusspunkt hinter die Vorbereitungsphase. Was genau die Aufgabe der Tochtergesellschaft unter dem Dach der Wurzener Land-Werke sein wird, erläuterte zuvor der Bennewitzer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Laqua (parteilos), während der Thallwitzer Bürgermeister und WuLaWe-Geschäftsführer Thomas Pöge (parteilos) auf die Fragen der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker antwortete. Demnach soll die WuLaWe-Glasfaser GmbH ein Breitbandnetz für die vier Gemeinden entwickeln, errichten und verpachten sowie Fördergelder akquirieren. Und später dann per Ausschreibung einen Betreiber finden.

Um überhaupt erst einmal den ländlichen Raum fürs schnelle Internet fit zu machen, sagte Laqua, seien laut Gutachten 32 Millionen Euro nötig. Das Gros der Summe fließe über Förderungen. Jedoch benötigen die Kommunen hierfür eben auch 4,3 Millionen Euro an Eigenkapital, die kein Haushalt stemmen könne. „Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, ein Konstrukt im Rahmen der Land-Werke zu entwickeln.“ Dies sehe vor, dass die Tochtergesellschaft entsprechend Fördergelder beantragt und einen Kredit aufnimmt. Falls alles klappt, würden Leerrohre verlegt – „die sogenannte passive Infrastruktur“. Jenes Grundgerüst des Breitbandnetzes diene letztlich interessierten Anbietern für die Glasfaserkabel, „die aktive Infrastruktur“. Darüber hinaus, so Laqua, erziele die WuLaWe Glasfaser GmbH über den Zeitraum der Fördergeld-Bindefrist von sieben Jahren Pachteinnahmen. „Danach kann das Netz zum Beispiel verkauft werden.“ Im Übrigen, fügte er an, sei das Risiko der Unternehmensgründung gering. Sollte es scheitern, würden die Fördergelder einfach zurückgegeben. Zum Schluss seines Vortrags ermunterte der Aufsichtsratsvorsitzende alle Gemeinderäte, „den Beschluss zu bestätigen“.

In der nachfolgenden Debatte zeigten sich schnell Befürworter und Gegner der Idee. Aus Sicht von Reinhard Otto gehöre die Errichtung eines Breitbandnetzes nicht zu den Aufgaben einer Gemeinde. „Wir haben wirklich anderes zu tun.“ Johannes von Carlowitz bemerkte, dass er sich „nicht mehr in der Lage sieht, eine Entscheidung zu treffen“. Dagegen begrüßte Andreas Ludwig ausdrücklich das Projekt, und Angela Hübner plädierte angesichts der digitalen Entwicklung, unter anderem im Bereich des Gesundheitswesens, für die Gründung der WuLaWe-Glasfaser GmbH.

Von Kai-Uwe Brandt

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