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Lossatal kämpft mit steigenden Kita-Kosten

Kinderbetreuung Lossatal kämpft mit steigenden Kita-Kosten

Die Betreuung des Nachwuchses in Kindertagesstätten ist mit hohen Kosten verbunden. Auch im Lossatal bleibt das Gros der Kosten an der Gemeinde und den Eltern hängen.

Die Betreuung der Kinder im Lossatal ist mit steigenden Kosten verbunden.

Quelle: picture alliance / ZB

Lossatal. Mittels umfangreichem Datenmaterial informierte Kämmerer Norman Gebhardt die Gemeinderäte zu ihrer jüngsten Sitzung über die Deckung der Betriebskosten in den Kindertagesstätten (Kita). Demnach setzen sich die Gesamtkosten für die Einrichtungen aus dem Landeszuschuss, dem Elternbeitrag und den Ausgaben der Kommune zusammen. Erst im Vorjahr hatte das Parlament den Obolus für Eltern erhöhen müssen – übrigens unter Protest der Abgeordneten.

Die Mandatsträger verfassten nämlich eine Petition und sandte das Schreiben nach Dresden. Darin hieß es, dass der Kostenanteil von 33,33 Prozent im Lossatal und anderswo bereits höher sei als per Gesetz festgeschrieben. Diesen tragen in erster Linie die Eltern und Kommunen: „Wir Volksvertreter müssen über die eigentlich ungewollten Elternbeitragserhöhungen entscheiden und den Eltern erklären, warum Kinderbetreuung in Sachsen bald nicht mehr bezahlbar ist.“ Die Antwort fiel seinerzeit dürftig aus. So teilte Staatskanzleichef Fritz Jaeckel mit: Die Kinderbetreuung sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Die Gemeinde trage daher die Betriebskosten aller Angebote, soweit sie nicht durch Landeszuschuss, Elternbeitrag oder durch einen Eigenanteil des freien Trägers gedeckt sind. Und: „Ihre Einschätzung, dass bei der finanziellen Unterstützung von Kindereinrichtungen staatlicherseits gespart werde, kann ich also nicht teilen.“

Nichtsdestotrotz reiht sich Lossatal der Übersicht für 2016 nach und im Vergleich zu den Nachbarn laut Gebhardt noch im unteren Drittel ein. Den höchsten Beitrag für einen Krippenplatz entrichten folglich Eltern in Thallwitz mit 203 Euro, gefolgt von Wurzen (189,06) und Machern (188). Im Feld der acht Umlandkommunen rangiert Lossatal auf Rang sechs.

Etwas besser sieht es sogar beim Kindergartenplatz aus – Spitzenreiter ist Machern mit 120 Euro. Lediglich Brandis erhebt mit 90 Euro weniger als Lossatal (95). Im Hortbereich hängt die östlichste Gemeinde des Landkreises mit 50 Euro alle anderen ab. Am teuersten ist hier wieder Thallwitz (66 Euro). „Wie sie sehen können, hat Lossatal ein sehr günstiges Betreuungsangebot“, kommentierte Gebhardt den statistischen Spiegel.

Doch wie gestalten sich eigentlich die Personal- und Sachkosten pro Platz und Monat und wie werden sie letztlich gedeckt? Ein exemplarisches Beispiel: Laut Kämmerer verursachte im Vorjahr die neunstündige Betreuung in der Krippe 715,31 Euro fürs Personal und 166,65 Euro an Sachkosten, also 881,96 Euro pro Monat insgesamt. Davon entrichtete die Gemeinde den Löwenanteil von 544,24 Euro, die Eltern legten 168 Euro drauf und der Freistaat Sachsen 169,72 Euro.

Wie auch anhand der Plätze in Kindergarten und Hort zeigt sich deutlich, dass der kommunale Anteil seit 2013 kontinuierlich steigt. Eventuelle Mehrerträge über eine Beitragserhöhung für Eltern ab September bis Ende 2017 würden gerade mal 3783 Euro mehr einspielen, fügte Gebhardt zum Schluss seines Referates an.

Von Kai-Uwe Brandt

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