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Wurzen Lossatal plant Ausbau des Kulturhauses Hohburg
Region Wurzen Lossatal plant Ausbau des Kulturhauses Hohburg
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12:16 27.11.2018
Für anderthalb Millionen Euro will die Gemeinde Lossatal das Hohburger Kulturhaus auf Hochglanz bringen. Zum Projekt gehört unter anderem die Sanierung des Großen Saales. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Lossatal/Hohburg

Über gleich mehrere Vergaben haben die Gemeinderäte zu ihrer jüngsten Sitzung im Steinsaal des Hohburger Kulturhauses entschieden. So erhielt die Kafril Abbruch GmbH aus Großzschepa nach Ausschreibung den Zuschlag für den Abriss des Gebäudes Am Lossatal 5 in Hohburg.

Die Immobilie gleich neben dem Kulturhaus gehört zum Bestand des Wirtschaftsbetriebes Lossatal. Wie Leiter Gerhard Winkelmann informierte, gebe es zum Abbruch keine Alternative, weil das Objekt nicht vermietbar sei. Zudem liegen einem aktuellen Gutachten zufolge die Sanierungskosten für das Haus bei mindestens 88 000 Euro. Insofern befürworteten die Volksvertreter bereits zu ihrer Tagung Anfang August den Abbruch. Die künftige Freifläche soll dann für das Kulturhaus genutzt werden.

Abrissarbeiten beginnen Anfang Dezember

Auf die Ausschreibung im Oktober bewarb sich lediglich die Kafril Abbruch GmbH mit einem Angebot von 84 500 Euro. 80 Prozent der Summe fließen über Fördergelder, den Rest trägt die Kommune. Laut Winkelmann liege die Offerte etwas über den geschätzten Kosten des Planers von 81 300 Euro. Die Arbeiten starten schon am 3. Dezember.

Nicht mehr, sondern weniger Ausgaben als zunächst avisiert, kommen auf die Gemeinde Lossatal beim zweiten Vergabeprojekt zu – die Sanierung des Schornsteins in Falkenhain inklusive der Errichtung eines Storchennestes. Das Vorhaben ist Teil der Platzgestaltung an der Karl-Haupt-Straße gleich hinter dem Konsum, wo auch ein Spielplatz entsteht. Am Ausschreibungsverfahren beteiligten sich insgesamt drei Firmen, den Zuschlag und folglich das parlamentarische Votum erhielt die EN Bausanierung GmbH & Co. KG. Sie erneuert für 21 500 Euro das Bauwerk und setzt danach ein neues Storchennest auf die Krone. Im Haushalt eingestellt waren zuvor 34 000 Euro.

Bundesinnenministerium gibt Förderentscheid bekannt

Die dritte und letzte Vergabe für das Gremium betraf direkt das Kulturhaus in Hohburg, das mittlerweile unter dem Namen „Soziokulturelles Zentrum“ firmiert. Hierzu fasste im August der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss, der die noch ausstehenden Restarbeiten von etwas über anderthalb Millionen Euro beinhaltet. Allein daraus ergeben sich Planungskosten in Höhe von 215 000 Euro, die das Rathaus europaweit ausschrieb, um „späteren Beanstandungen vorzubeugen, sofern sich höhere Bau- und damit höhere Planungskosten ergeben“. Das Büro Hagen Weidemüller aus Wurzen legte als einziger Bewerber ein Angebot vor und fand im Gemeinderat Lossatal ein positives Echo.

Das Kulturhausprojekt in Hohburg umfasst die Sanierung des Großen Saales mit 700 000 Euro, den Umbau des dritten Obergeschosses mit 665 000 Euro – es sollen acht altersgerechte Wohnungen entstehen – sowie die Erneuerung der Heizung mit 170 000 Euro. Hierfür hofft die Gemeinde auf Zuschüsse über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/2019“. Bürgermeister Weigelt zufolge treffen sich erstmals im Februar 2019 unabhängige Juroren, um eine Vorauswahl zu treffen. Voraussichtlich im März verkündet schließlich das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, welche Orte wie viel aus dem 140-Millionen-Topf erhalten.

Von Kai-Uwe Brandt

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