Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Lossatal positioniert sich zum Regionalplan
Region Wurzen Lossatal positioniert sich zum Regionalplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:02 03.05.2018
Karte Strukturraum Quelle: Regionalplan
Anzeige
Lossatal

Nachdem die Verbandsver­sammlung des Regionalen Planungs­verbandes Leipzig-Westsachsen den Entwurf zum ihrem Regionalplan der Öffentlichkeit zur Diskussion freigege­ben hat, positionierte sich auch die Gemeinde Lossatal dazu. In Vorberei­tung einer zu erarbeitenden Stellung­nahme hatte die Verwaltung bereits im März eine gemeinsame Gemeinderats­sitzung mit der Nachbarkommune Thallwitz einberufen. Ziel war „die Er­arbeitung einer interkommunal abge­stimmten Stellungnahme“ beider Ge­meinden, so der Lossataler Bürger­meister, Uwe Weigelt (SPD). Damit wurde auch die Grundlage geschaffen, Hinweise sowie Anregungen und Bedenken zum Re­gionalentwurf einzubringen.

Debatte um Windkraft

Im Ergebnis hatte die Kommune dem Entwurf zum Regionalplan diverse Korrekturen und Ergänzungen ange­fügt, die sich auf der Grundlage aktu­eller infrastruktureller Entwicklungen in der Gemeinde ergeben haben. Im Gemein­derat entzündete sich aber noch eine Debatte rund um Windkraftanlagen. Letztlich bat Gemeinderat Lutz Otto darum, aus­drücklich die „Ablehnung von sogenannten Potenzi­alflächen für Windkraftanlagen in der angedachten Bauweise, im Flurgebiet zwischen Nischwitz und Großzschepa“ festzuschreiben.

Gemeinde möchte bei Änderungen Planungshoheit

Gleichwohl in diesem Kontext „die Festsetzungen im Regio­nalplanentwurf mit der Nichtauswei­sung von Potenzialflächen im Gemein­degebiet zur Kenntnis genommen“ werde. Aber: „Sollten Tatsachen bezie­hungsweise fachlich vorgetragene neue Erkenntnisse dazu führen, dass die im Entwurf abschließend aufgeführten Potenzialflächen geändert werden und eine Ausweisung im Gemeindegebiet avisiert wird, dann bittet die Gemeinde Lossatal um rechtzeitige Beteiligung und kündigt bereits jetzt an, von ihrer Planungshoheit im Rahmen einer Bauleitplanung Gebrauch zu machen“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Denn dann sollte, so die Lossataler Erwartungen, „die neueste Technik zum Einsatz kom­men, zum Beispiel vertikale Windkraftanlagen“. Zudem müsse überlegt werden, „ob nicht mehrere Wasserstoffkraftwerke an geeigneten Standorten nutzbringender sind“.

Interkommunale Zusammenarbeit

Was die bereits erwähnte interkommunale Zusammenarbeit angehe, so würden sich auf diesem Gebiet ohnehin die Interessen der Gemeinde Lossatal mit denen der Kommunen im Wurzener Land bündeln, betonte Weigelt. Dabei sei die Stärkung des mittelzentralen Verbundes und seiner korrespondierenden Versorgungs- und Siedlungskerne ein Hauptziel. Ein entsprechendes interkommunales Entwicklungskonzept soll im Rahmen des KSP-Stadtsanierungsprogrammes umgesetzt werden und die Siedlungs- und Versorgungskerne Thallwitz, Bennewitz, Kühren und Falkenhain stärken.

Der Versorgungs- und Siedlungskern Hohburg befinde sich bereits in diesem Programm und erfahre mit der Eröffnung des Altenpflegeheimes „Haus Alma“ am 8. Mai eine weitere wichtige Anreicherung seiner Versorgungsfunktionen, heißt es in der Stellungnahme. Und so formuliert, wurde das Dossier vom Gemeinderat verabschiedet.

Von Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der bekannte Wurzener Maler Hans-Peter Hund strebt eine „friedliche Lösung“ im Konflikt zwischen Museumsleiterin Sabine Jung und der Stadtverwaltung an. Die Fachfrau wurde zum wiederholten Male abgemahnt.

06.05.2018

Die Viertklässler der Grundschule Machern sind zurzeit sehr beschäftigt: Sie flirten heftig – mit der Leipziger Volkszeitung. Beim Besuch von Redakteurin Ines Alekowa und Fotograf Thomas Kube erfuhren die Kinder viel Hintergründiges.

07.05.2018
Wurzen Stadtbibliothek Wurzen - Nepal-Krimis für den guten Zweck

Der Grimmaer Lungenarzt Arne Drews hat eine verblüffende Art gefunden, für Spende zu werben: Er schreibt Krimis und lässt deren Erlöse bis auf den letzten Cent den Projekten seines Vereins Nepalmed zukommen. So wie jetzt in Wurzen.

01.05.2018
Anzeige