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Lossatal übergibt in Kühnitzsch neues Feuerwehr-Gerätehaus

Motivationsschub Lossatal übergibt in Kühnitzsch neues Feuerwehr-Gerätehaus

Aus alt mach neu. So ist es mit dem Feuerwehrgerätehaus in Kühnitzsch geschehen, das nach aufwendigem Um- und Ausbau nun wieder seiner Bestimmung übergeben wurde. Im Grunde können es die 40 Kameradinnen und Kameraden, von denen 19 im aktiven Dienst stehen, noch immer nicht glauben, was in den letzten elf Monaten aus der einstigen "Bruchbude" geworden ist.

Glücklich über neues Domizil: Wehrleiter Klaus Richter zeigt stolz eine Wanduhr, die extra für die Feuerwehr Kühnitzsch hergestellt wurde und zum Ausdruck bringt, dass für seine Kameraden neue Zeiten angebrochen sind.

Quelle: Frank Schmidt

Lossatal/Kühnitzsch. Elf Monate – "Länger hat der Bau nicht gedauert. Der Kampf darum war viel länger", blickte Wehrleiter Klaus Richter in die Vergangenheit zurück. Und der 62-Jährige selbst habe sich das nach 28 Jahren in dieser Funktion auch nicht im Traum vorstellen können. "Mit der Gemeindefusion hat uns der damals noch Hohburger Bürgermeister, Herr Weigelt, das versprochen - und Wort gehalten. Was glauben Sie, welchen Motivationsschub er uns Kameraden damit verpasst hat", kommt Richter auf das zu sprechen, was seine Floriansjünger in den Jahren zuvor plagte. "Alte Technik, marodes Gerätehaus - unter diesen Bedingungen hatte bei so manchem Kameraden die Lust nachgelassen."

Doch zur Einweihung war das Schnee von gestern. Kein Wunder, bei einem ersten Rundgang durch das neue Gerätehaus ist den Mitgliedern der Wehr fast die Spucke weggeblieben. Und dann stockte noch der Atem, als der nun Lossataler Gemeindechef Uwe Weigelt die Rechnung aufmachte. Die Kosten für das Gebäude betragen 350.000 Euro. Weitere 18.000 Euro waren für die Ausstattung nötig. Und weil es kein Neubau war, sondern "nur ein Umbau", wie Richter mit einem Fingerzeig auf eine der Grundmauern des alten Gerätehauses feststellte, gab es dafür knapp die Hälfte an Fördermitteln über den Landkreis, so dass die Gemeinde für Weigelts Wahlversprechen 180.000 Euro in die Hand nahm. All das zur "Erfüllung der Vorgaben und Zielstellung aus dem Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde", heißt es zur Begründung im Fördermittelantrag. Ein weiterer Zweck: die Schaffung einer normgerechten Unterbringung des bereits im letzten Jahr neu angeschafften Feuerwehrautos, womit der "uralte Barkas B1000" ausgemustert wurde.

Und schließlich haben die Kameraden fortan optimale Bedingungen zur Durchführung von Einsätzen und Diensten. Und ein großer Schulungsraum, das sieht man dem Gerätehaus von außen gar nicht an, hat seinen Platz unter dem Dach bekommen.

Mitnichten sei die Kühnitzscher Feuerwehr für die Bauzeit untätig gewesen. "Wir haben so gut es ging alle Dienste immer freitags absolviert", versicherte Richter. Und dafür nutzen sie den Hof von Karl Reuschel, der selbst auch aktives Mitglied ist. Er hatte zudem einen überdachten und verschlusssicheren Stellplatz für das Einsatzfahrzeug zur Verfügung gestellt. "Karl hat damit der Ortsfeuerwehr sehr geholfen", klopfte ihm Richter symbolisch noch einmal dankend auf die Schulter. Noch haben die Kameraden alle Hände voll zu tun, ihr neues Domizil einzuräumen. Aber mit der dort demnächst stattfindenden Weihnachtsfeier soll erstmals richtig Leben einziehen. Und das Dorf sei schon jetzt herzlich zum Tag der offenen Tür irgendwann im nächsten Sommer eingeladen.

Frank Schmidt

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