Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Machern: B6-Anwohner wollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden
Region Wurzen Machern: B6-Anwohner wollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:01 07.03.2018

" Allerdings habe die Behörde mitgeteilt, dass es noch zu früh sei, Details vorzustellen.

Der Macherner Frank Neumann hatte im Rahmen der Bürgerfragestunde um Auskunft gebeten, wann die Einwohnerschaft die Pläne für den Ausbau der B6 zu Gesicht bekommt: "Wir möchten schließlich nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden." Diskutiert worden sei lange genug über die nötige Verbesserung der Verkehrssituation. "Jetzt sollten die Planer endlich mal etwas auf den Tisch legen."

Im Januar hatten sich Lasuv und Gemeinde darauf verständigt, von den jahrelang verfolgten Plänen für eine Ortsumgehung endgültig Abschied zu nehmen. Fünf Varianten hatte das Amt in der Vergangenheit untersucht: zwei im Norden, die sogenannte Nullvariante und zwei bahngebündelte Trassen. Nach heftigen Debatten in Machern selbst setzte sich bei den Akteuren die Erkenntnis durch, dass nur der Ausbau der bestehenden Bundesstraße realistisch erscheint.

"Das Lasuv hat auf mein Schreiben hin um Verständnis gebeten, dass es noch zu früh sei, die entsprechenden Planungen vorzustellen", erklärte die Ortschefin. Einwohner Ralf Wollrab erinnerte daran, dass man beim letzten Treffen mit dem Lasuv vereinbart hatte, detaillierte Vorschläge zu gegebener Zeit wieder am Runden Tisch zu besprechen und die Meinung der Macherner aufzunehmen. Gemeinderat Winfried Roßdeutscher (CDU) plädierte dafür, sich noch ein wenig in Geduld zu üben. "Das Lasuv ist uns wohlgesonnen. Wir sollten der Behörde jetzt noch die Zeit geben, die sie braucht."

Im Januar hatten die Behördenvertreter erklärt, dass sich auf jeden Fall am ungünstigen Querschnitt der Straße etwas ändern werde. Die Fahrbahn soll tiefer gelegt und beidseitig Entwässerungsgräben vorgesehen werden.

Die zwei Fahrstreifen der stark befahrenen Bundesstraße, so erste Überlegungen, sollen nach Norden rutschen. Auf der Südseite könnte dann parallel eine schmale Anliegerstraße verlaufen, die an mehreren Stellen Auffahrten auf die B 6 erhält. So würde sich insbesondere die Situation für die Anlieger verbessern, die oft Probleme haben, gefahrlos ihre Grundstücke zu verlassen.

Für den Bundesverkehrswegeplan (siehe auch Seite 25 dieser Ausgabe) ist die B6 vom Freistaat Sachsen nicht mehr angemeldet worden. Bisher hatte die Verlegung der Trasse als vordringlicher Bedarf mit 26,3 Millionen Euro auf der Liste gestanden. Mit der Gemeinde war man zu Jahresanfang allerdings überein gekommen, sich endgültig von der Verlegung zu verabschieden. Die damalige Leiterin der Lasuv-Niederlassung Leipzig, Martina Tinkl, hatte in Machern erklärt, der Ausbau der bestehenden B6 sei ohne Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan leichter zu realisieren und entspreche der Marschrichtung des Bundes, eher in vorhandene Infrastruktur als in neue Straßen zu investieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2013

Simone Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Thema, das gar nicht auf der Tagesordnung stand, spielte auf der Gemeinderatssitzung in Machern eine dominierende Rolle: der nach wie vor fehlende Haushalt. Den Stein ins Rollen brachte der Macherner Ortswehrleiter David Kolodziej, der zugleich stellvertretender Gemeindewehrleiter ist.

19.05.2015

Im Dorfbild kündigt sich das Ereignis schon seit Tagen an. Am Wochenende wird in Thallwitz wieder traditionelles Erntedankfest gefeiert. Zahlreiche Häuser und Gehöfte sind schon herbstlich herausgeputzt.

19.05.2015

Zu Beginn der jüngsten Ratssitzung wurde Gemeindeoberhaupt Ludwig Martin (CDU) für seine nächste Amtszeit vereidigt. Der CDU-Kommunalpolitiker war bei der Wahl am 30. Juni auf 53,5 Prozent der Stimmen gekommen, Herausforderer und Gemeinderat Karsten Fuhrig (parteilos) auf 46,5 Prozent.

19.05.2015
Anzeige