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Wurzen Machern: Grünes Licht für Schulhof-Sanierung
Region Wurzen Machern: Grünes Licht für Schulhof-Sanierung
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08:46 08.11.2017
d Quelle: Archiv
Machern

Nachdem die Mehrheit des Gemeinderates Bedenken zur Vergabe der Schulhofsanierung für ausgeräumt hält, gab es am Montagabend eine deutliche Mehrheit für den Start der Bauarbeiten. Die Maßnahme war in den vergangenen Wochen heftig diskutiert worden. Mit zwölf Ja, drei Nein und einer Enthaltung gab das Ortsparlament grünes Licht für die Mehrkosten, die sich laut Beschluss auf 79 000 Euro belaufen. Die Vergabe der Bauleistung erfolgte schließlich mit zwölf Ja-Stimmen, zwei Nein und zwei Enthaltungen an die Firma ST Grünbau GmbH aus Leipzig. Die Firma hatte mit 230 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Das Unternehmen Straßen - und Tiefbau Eilenburg hatte 280 000 Euro veranschlagt. Insgesamt vier Firmen forderten Ausschreibungsunterlagen ab, aber nur zwei reichten ein Angebot ein.

Petra Puttkammer, Sprecherin der CDU-Fraktion, ließ Vorwürfe, die an die Adresse einiger Gemeinderäte gerichtet waren, nicht unkommentiert. „Es ist in den vergangene Tagen der Eindruck entstanden, das Vorhaben sei nur auf die Initiative der Vereinigung ,Wir sind Machern’ zurückzuführen. Das ist so nicht richtig.“ Der gesamte Gemeinderat habe sich schon bei der Aufstellung des Haushaltes entschieden, dem Projekt auf Grund der vorhandenen Gefahren Priorität einzuräumen. Die Räte hätten sich lediglich ausbedungen, Mehrkosten zu hinterfragen. Briefe, die der Elternrat über die Kinder der Grundschule an die Elternschaft verteilen ließ, wertete Puttkammer als „beschämend“. Räte, die sich kritische Nachfragen erlaubt hatten, waren darin persönlich angegriffen worden. Elternratsvorsitzender Michael Konecny hatte via Flugblatt erklärt, das Projekt werde aus fadenscheinigen Gründen boykottiert. Während Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) am Montag betonte, dass mit der Vergabe alles in Ordnung sei, monierte Puttkammer, etwaige Verfahrensfehler seien von dem Planer beurteilt worden, der das Vorhaben im Auftrag der Gemeinde betreue. „Es kann nicht der richtige Weg sein, dem Büro die alleinige Rechtsberatung zu überlassen“, fand die CDU-Frau.

„Ich hatte das Gefühl, dass es zu dem Thema endlich Konsens gibt“, meldete sich Thérèse Goritzka von Wir sind Machern zu Wort. „Schade, dass nun erneut diskutiert wird.“ Auch andere Projekte wie der Schulweg Püchau seien in Planung, entgegnete sie auf den Einwand von Gemeinderat Manfred Schubert (Freie Wählergemeinschaft), dass die Gelder ungleichmäßig verteilt seien.

In der Bürgerfragestunde war erneut Kritik am schlechten Zustand vieler Bäume und Straßen in der Gemeinde laut geworden. Bürger mahnten an, jahrelange Versäumnisse nachzuholen, bevor zum Beispiel in Plagwitz oder Posthausen noch jemand zu Schaden komme. Hier waren beim jüngsten Sturm armstarke Äste abgebrochen und ein kommunaler Baum sogar auf ein Privathaus gestürzt.

Von Simone Prenzel

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