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Wurzen Machern: Hund stirbt an Rattengift
Region Wurzen Machern: Hund stirbt an Rattengift
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14:42 19.05.2015
Vergiftet: Benny wurde vermutlich Opfer eines Hundehassers. Quelle: Klaus Peschel

Als Ursache wird die Aufnahme von Rattengift vermutet. "Für mich ist der Tod von Benny immer noch unfassbar", erzählt Hundebesitzerin Johanna Hanspach. "Er hat nie jemandem etwas Böses getan, hat niemanden gebissen, ganz selten gebellt. Wer tut einem Tier so etwas an?"

Wer hinter der Attacke auf den gutmütigen Neufundländer steckt? Johanna Hanspach kann nur Mutmaßungen anstellen. "Nach Gesprächen mit Nachbarn und Freunden geht das Gerücht um, dass jemand gezielt durch den Ort läuft und Giftköder in die Grundstücke wirft", berichtet die 54-Jährige. "Vielleicht wollen Einbrecher auch wachsame Hindernisse aus dem Weg räumen." Sie selbst habe wenige Tage vor Bennys Tod jemanden beobachtet, "der nicht in unsere Siedlung gehört". Ob derjenige etwas mit dem qualvollen Ende des Rüden zu tun hat - die Machernerin weiß es nicht. "Wir haben auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei erstattet - gegen unbekannt."

Benny war vor seinem tragischen Ende operiert worden. "Danach habe ich ihm mehrfach Schmerzmittel gegeben, weil er so gewimmert hat." Nie hätte die Lehrerin angenommen, dass noch andere Sachen im Spiel sein könnten. "Der Tierarzt hat dann aber sehr schnell festgestellt, woran Benny verendet ist. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit war es Rattengift."

Tierarzt Dr. Bernd Möhring hat den Neufundländer untersucht: "Die Zeichen waren eindeutig. Er hatte blutigen Kot abgesondert - ein klares Indiz für die Aufnahme von Rattengift." Das Tückische: Bis zum Ausbruch dauere es in solchen Fällen zwei, drei Tage. "Dann ist es für das Tier aber häufig schon zu spät", schildert der Veterinärmediziner. Nur wenn man den Hund frühzeitig dazu bringe, die Substanz auszuscheiden, bestehe eine Überlebenschance.

Wo Benny sich vergiftet haben könnte, weiß Johanna Hanspach nicht. "Allerdings haben wir erst vor einigen Tagen frische Schweinsgulaschstücke unter unserem Carport gefunden. Da die kein Nachbar abgelegt hat - wir haben alle gefragt - und auch kein Tier dort hingezerrt haben kann, muss sie jemand hingeworfen haben." Ob diese Fleischstücke vergiftet waren, lässt sich nicht beurteilen. Eine kostspielige Analyse hat sich die Hundebesitzerin gespart. Allerdings erfuhr sie durch Zufall, dass in mindestens einem weiteren Grundstück im Weißackerweg auch Fleischbrocken gefunden wurden. Deshalb sucht die Machernerin auch die Öffentlichkeit, um zu warnen: "Alle sollten aufmerksam sein. Vielleicht hört der Spuk dann auf."

Bernd Möhring erinnert sich, dass in Machern vor einigen Jahren schon mal gehäufte Hundeattacken für Verunsicherung sorgten. Damals sei die Püchauer Straße betroffen gewesen. "Mehrere Hunde, vier oder fünf, so weit ich mich erinnere, gingen damals erbärmlich zu Grunde." Die Macherner hoffen, dass sie nicht am Beginn einer ähnlichen Serie stehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Simone Prenzel

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