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Wurzen Machern: Parkplatzsuche gleicht Lotteriespiel
Region Wurzen Machern: Parkplatzsuche gleicht Lotteriespiel
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16:55 19.05.2015

Auch Anlieger der Tiergartensiedlung hielten mit ihren Problemen nicht hinterm Berg. Sie wünschen sich möglichst bald eine Beseitigung der Schlaglöcher vor ihrer Haustür.

Einem Sechser im Lotto gleicht mitunter die Parkplatzsuche im Macherner Schlossblick. Die Heimstatt für Hunderte Familien, so wird seit Entstehung der Siedlung beklagt, hält nicht genügend Stellflächen bereit. "20 Jahre sind seit dem Erstbezug vergangen", machte Regina Kolbe vom BürgervereinMachern-Mitte am Montagabend aufmerksam. "Und noch immer unterhalten wir uns über das gleiche Ärgernis." Der Verein sorgt sich seit längerem um ein besseres Wohnumfeld, erkämpfte gemeinsam mit der Gemeinde und weiteren Partnern erst im Vorjahr einen Spielplatz. Von der neuen Macherner Rathauschefin, die am Montag ihre erste Gemeinderatssitzung leitete, erhofft sich der Verein Auskunft, wann das Problem nun endlich gelöst wird. "Zum heutigen Zeitpunkt können wir Ihnen nichts versprechen", hütete sich Doreen Lieder, übertriebene Erwartungen zu wecken. "Um zu klären, was machbar ist, bedarf es einer aufwändigen Prüfung", so die Parteilose, die für die CDU die Wahl gewonnen hatte. Die Situation, schätzte Lieder ein, stelle sich nicht ganz einfach dar. "Ein bestehender Bebauungsplan ist ebenso zu berücksichtigen wie die Eigentumsverhältnisse und die Lage im Außenbereich." Die Gemeinde könne nicht einfach hingehen und Grün- mal eben in Parkflächen verwandeln. Sie werde sich der Sache annehmen, versprach Lieder. Dies werde aber vor Jahresende nicht der Fall sein. "Momentan stehen dringendere Dinge wie der Haushalt und der Kita-Bau auf der Agenda." Gemeinderat Uwe Richter (Freie Wählergemeinschaft) gab zu bedenken, dass die Anwohner dann auch bereit sein müssten, einen finanziellen Beitrag zu leisten: "Außerdem ist es auch mal zumutbar, einige Schritte zu seinem Wagen zu laufen." Um die Lage zu entspannen, kam aus den Reihen der Anwohner der Vorschlag, die Buswendeschleife kurzerhand umzufunktionieren. "Schaffen Sie uns den Bus vom Hals", forderte ein Bürger. "Dort könnten jede Menge Fahrzeuge parken."

"Wir werden auf jeden Fall weiter an dem Thema dranbleiben", versicherte Regina Kolbe. Dass gemeinsam vieles möglich ist, habe schließlich der Bolzplatz bewiesen. Doreen Lieder bedankte sich ausdrücklich für das Engagement, das der Verein diesbezüglich gezeigt habe. Auch beim Thema Parkplätze sicherte sie zu, die Vereinsvertreter auf dem Laufenden zu halten. Sie sei allerdings erst drei Wochen im Amt und bat um Verständnis, nicht sofort eine Lösung parat zu haben.

Kritik kam auch aus der Tiergartensiedlung. "Die Wege vor unseren Grundstücken sind in einem desolaten Zustand", beklagte sich der Macherner Hans-Werner Bärsch. Es sei Gefahr im Verzug. Lieder versprach, sich die Situation anzuschauen. "Das Bauamt nimmt gerade die Winterschäden auf."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.05.2013

Simone Prenzel

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