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Machern: Personalnot in den Ortswehren und steigende Zahl von Bränden

Einsatzjahr Machern: Personalnot in den Ortswehren und steigende Zahl von Bränden

Der Macherner Gemeindewehrleiter David Kolodziej ließ am Sonnabendabend im Sportpark Tresenwald das vergangene Einsatzjahr Revue passieren ließ. Mit eingeladen waren diesmal auch die Partner der Kameraden und Kameradinnen, denen der Wehrleiter Dank und Respekt zollte.

Einer der 30 Einsätze, zu denen die Macherner Feuerwehr 2015 gerufen wurde, war ein schwerer Küchenbrand im Macherner Schlossblick.

Quelle: FFW

Machern. Es ist auch in Machern alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dass die Jahreshauptversammlung der Gemeindewehr nicht nur von blau uniformierten Männern dominiert wird, sondern sich auf ihr zudem Damen in Abendgarderobe die Ehre geben. „Es ist uns gelungen, mit den Partnern und Partnerinnen in diesem Jahr endlich auch wieder einmal diejenigen einzuladen, die mehr als nur eine große Stütze für die Mitglieder der Feuerwehr sind und denen meine größte Anerkennung, mein Respekt und vor allem meine Dankbarkeit gebührt“, so Gemeindewehrleiter David Kolodziej, der am Sonnabendabend im Sportpark Tresenwald das vergangene Einsatzjahr Revue passieren ließ.

Und der umgehend diese emotionalen Worte um harte Fakten ergänzte. So liegt laut dem Macherner Chef-Floriansjünger in der Gemeindewehr die Zahl der Einsatzkräfte mit einer Ist-Stärke von rund 60 Prozent weit unter der auf gesetzlichen Vorgaben basierenden Soll-Stärke von knapp 120 Einsatzkräften. Im Hinblick auf die Tageseinsatzbereitschaft müsse deshalb auch seitens der Gemeinde weiterhin nach Lösungsansätzen gesucht werden, da insbesondere unter der Woche in der Zeit zwischen sechs und 18 Uhr gerade einmal rund zehn bis 15 Prozent der Kameraden verfügbar und zwei Ortsfeuerwehren aufgrund des Personalmangels fast durchweg nicht einsatzbereit seien. „Bislang können wir nur von Glück sprechen, dass alle Einsatzaufgaben mehr oder weniger gut gelöst und demzufolge auch Menschenleben gerettet werden konnten“, so der Gemeindewehrleiter. Angesichts einer Einwohnerzahl in Machern von knapp 7000 gebe es im personellen Bereich Potenzial, junge Menschen und Quereinsteiger für das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern und zu gewinnen. David Kolodziej gestand jedoch auch ein, dass es dafür kein Patentrezept geben würde, weshalb es darum ginge, „immer wieder aufs Neue Ideen und Strategien zu entwickeln“.

Zum Nulltarif gleichwohl ist das ehrenamtliche Engagement in den Reihen der Brandschützer nicht zu haben. „Im vergangenen Jahr wurden von den Kameraden der vier Ortsfeuerwehren Machern, Gerichshain, Püchau/Plagwitz und Lübschütz rund 2700 Ausbildungsstunden im Rahmen der Dienste absolviert“, berichtete Kolodziej, der zudem mit seinen Kameraden in 2015 zu 30 Einsätzen gerufen wurde, was einer Steigerung von knapp 50 Prozent entspricht. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat die Zahl der Brände, und hierbei vor allem der Gebäudebrände, wieder zugenommen“, bilanzierte der Gemeindewehrleiter, der einen schweren Küchenbrand Anfang September im Macherner Schlossblick explizit erwähnte.

Da auch für die Macherner Kameraden der Grundsatz gilt, wonach nach einem Einsatzjahr vor einem Einsatzjahr ist, richtete der Gemeindewehrleiter seinen Blick auch auf die kommenden Wochen und Monate. Das Hauptaugenmerk gilt in diesen laut David Kolodziej der Überarbeitung und der Beschlussfassung des längst überfälligen Brandschutzbedarfsplanes, um auf dieser Basis ein Arbeitsinstrument für die nächsten fünf Jahre zu erhalten. „Darüber hinaus muss es ein erklärtes Ziel sein und bleiben, die Einsatztechnik weiter zu verbessern, wobei die Fahrzeugneubeschaffungen die größeren Projekte bilden werden.“

Von Roger Dietze

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