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Wurzen Machern: Pläne für Ausbau der B 6 vorgestellt
Region Wurzen Machern: Pläne für Ausbau der B 6 vorgestellt
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16:59 11.03.2018
machern Quelle: Röse
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Machern

Signale zum Ausbau der Bundesstraße 6 ließen lange auf sich warten. Jetzt aber gibt es endlich etwas Konkretes. Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) stellten kürzlich ihre Vorzugsvariante für die Bundesstraße vor.

Vor mehreren Jahren hatte sich die Kommune vom Traum einer großen Ortsumfahrung verabschiedet – mangels nötigem Korridor. Dafür einigte man sich mit dem Lasuv, die vorhandene Ortsdurchfahrt auszubauen. Vor allem auf Initiative des Runden Tisches Verkehr fand vor drei Jahren eine Bürgerbefragung statt. Als Ziel galt, Vorschläge der Einwohner aufzunehmen. Vor allem ging es den unmittelbar betroffenen Anliegern um eine größere Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Auch das Thema Lärm spielte eine Rolle.

„Vorgesehen ist, die Straße in drei Abschnitten auszubauen“, berichtete Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) auf der jüngsten Ratssitzung. „Grundsätzlich soll die Fahrbahn 6,50 Meter breit werden und damit schmaler als derzeit.“ Mit diesem Querschnitt soll auch überhöhten Geschwindigkeiten begegnet werden.

Die Pläne für den Ausbau der B 6. Quelle: Lasuv

Der erste Abschnitt beginnt am westlichen Ortseingang und führt bis zur Einfahrt Netto-Markt. Hier wird der aus Gerichshain kommende Radweg aufgenommen und fortgeführt. Ein separater Fußweg verläuft wie bisher schon nördlich der B 6. Für Radfahrer in Richtung Gerichshain soll es einen auf der Fahrbahn markierten separaten Bereich geben.

Ab dem Netto-Markt bis zur Ampelkreuzung mit der K 8367 schließt sich Abschnitt 2.1 ein. Hier sollen Radfahrer in beiden Richtungen auf der Fahrbahn fahren dürfen – durch eine Markierung auf der Straße vom übrigen Verkehr getrennt. „Das ist nach Meinung der Verkehrsplaner sicherer als ein gemeinsamer Rad-/Gehweg“, erläuterte Doreen Lieder. Beidseitige Gehwege sind in diesem Teil ebenfalls vorgesehen.

Ab der Ampelkreuzung bis zur Einmündung Lindenallee folgt Abschnitt 2.2. Hier soll es beidseitig einen gemeinsamen Geh-/Radweg geben. Ob das Gebäude Wurzener Straße 4 dem Ausbau weichen muss, soll noch noch vertiefend untersucht werden.

Abschnitt 3 beginnt an der Einmündung Lindenallee und führt bis zum Ortsausgang Richtung Bennewitz. Hier soll ein separater Fuß-/Radweg südlich der Fahrbahn angelegt werden, der in beide Richtungen zu befahren ist. „Pläne, eine zusätzliche Anliegerstraße anzulegen, wurden hingegen verworfen“, fasste Lieder zusammen.

Durchgängig wird auf der Bundesstraße ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern gelten. Zur Verkehrsberuhigung sind Verkehrsinseln an beiden Ortseingängen sowie mehrere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer geplant. Neben der Haltestelle in Höhe Seitenstraße soll es einen weiteren Bus-Halt in Höhe Mühlenweg geben. Der Gemeinderat stimmte der Vorzugsvariante mit neun Ja-Stimmen mehrheitlich zu. Sieben Räte stimmten gegen die vorgeschlagene Lösung. Zur Zeitschiene gab es keine Aussagen. Noch sei es zu früh, hier Termine zu nennen, so ein Vertreter des Lasuv.

Von Simone Prenzel

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