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Wurzen Machern: Schäden gehen in die Millionen
Region Wurzen Machern: Schäden gehen in die Millionen
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16:45 19.05.2015
Land unter im Püchauer Unterdorf. Quelle: Andreas Röse

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Eine erste Schätzung habe ergeben, dass an Gebäuden in den drei Ortschaften rund 1,7 Millionen Euro und an Hausrat rund 760 000 Euro Schaden entstanden sind. "Der Gesamtschaden im Privatbereich", informierte Doreen Lieder, "liegt bei etwa 2,6 Millionen Euro. Bei den zehn betroffenen Gewerbetreibenden ist ein Schaden von rund 150 000 Euro entstanden." Zwei Vereinen habe die Flut mindestens 10 000 Euro Schaden beschert.

Aber auch die Kommune selbst hat es wie bereits beim letzten Jahrhunderthochwasser in beträchtlichem Ausmaß erwischt. "Die Verwüstungen an unseren Straßen, Wegen und Brücken sind vergleichbar mit denen, die bereits vom Hochwasser 2002 angerichtet worden sind", musste die Gemeindechefin gestern konstatieren.

Dennoch sei es in einem enormen Kraftakt bereits bis zum vergangenen Sonntag gelungen, alle vom Hochwasser heimgesuchten Häuser in Püchau, Dögnitz und Lübschütz dank großer Anstrengung der Betroffenen und aller Helfer von Wasser, Schlamm und Müll zu befreien.

"Unser großer Dank gilt insbesondere den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Machern, Gerichshain, Püchau, Lübschütz, Brandis, Bad Lausick und Bennewitz, dem Technischen Hilfswerk, den helfenden Speditionen, Polizei, Landratsamt, den vielen unermüdlichen Helfern, den Deichläufern, ebenso allen, die den Flutopfern unkompliziert Unterkunft gewährten beziehungsweise noch gewähren." Auch bei den Mitarbeitern des Sportparkes Tresenwald, der tagelang als Aufstellungsraum und Quartier des THW diente, sowie der Gemeindeverwaltung bedankte sich Lieder ausdrücklich.

Um den Betroffenen Mut zu machen und sie weiter zu unterstützen, richtete die Gemeinde ein Spendenkonto ein. Hilfen für die Flutopfer in Püchau, Dögnitz und Lübschütz können bei der Sparkasse Muldental, Bankleitzahl 860 502 00, auf das Konto 1 020 012 877 eingezahlt werden. Verwendungszweck: Spende Hochwasser 2013. Im Rathaus geht man derzeit davon aus, dass rund 500 000 Euro Schaden nicht durch Versicherungen oder Ähnliches abgedeckt, werden. So groß sei der Regulierungsbedarf.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Simone Prenzel

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