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Wurzen Machern wählt Vize-Bürgermeister
Region Wurzen Machern wählt Vize-Bürgermeister
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14:07 19.05.2015
Das Interesse an der konstituierenden Sitzung im Macherner Rathaussaal war groß. Inmitten der Zuhörerschaft hatte auch Macherns ehemaliger Bürgermeister Ralf Ziermaier Platz genommen. Quelle: Andreas Röse

Sogar Ex-Bürgermeister Ralf Ziermaier, der offiziell nicht mehr in der Kommune gemeldet ist, hatte sich für den Start des Ortsparlaments in die neue Legislatur interessiert. Ebenso wie zahlreiche Rathaus-Bedienstete, die in der ersten Reihe Platz genommen hatten. "Ich wünsche allen einen guten Start, eine konstruktive und gewinnbringende Zusammenarbeit", erklärte Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) zu Beginn der Zusammenkunft. Sie wünsche sich, "dass alle zum Wohle der Gemeinde an einem Strang ziehen, auch gemeinsam mit der Verwaltung." Zugleich dankte die 41-Jährige den bisherigen Räten für ihre Arbeit.

In interner Runde hatten sich Vertreter aller Parteien und Gruppierungen wenige Tage vor der Sitzung getroffen, um wichtige Personalien abzuklären. Auch in Machern gilt das ungeschriebene Gesetz, dass der erste Vize von der stärksten Fraktion gestellt wird. Die CDU verfügt in dem 16-köpfigen Gremium über sechs Sitze, Linke und Freie Wählergemeinschaft (FWG) sind mit drei, SPD und Wir sind Machern (WSM) mit zwei Abgeordneten vertreten.

Wie erwartet, schlugen die Christdemokraten deshalb einen Bewerber aus ihren Reihen für den Vize-Posten vor. Der Lübschützer Klaus Zaspel warf seinen Hut in den Ring. Unterstützt wurde der Wahlvorschlag von der neu im Rat vertretenen Wählervereinigung Wir sind Machern. In offener Abstimmung erhielt der Chef einer Speditionsfirma das Vertrauen aller 16 Gemeinderäte sowie das von Bürgermeisterin Lieder. Zaspel hatte in den vorangegangenen Legislaturperioden bereits mehrere Jahre als zweiter Vize fungiert. Der bisherige erste Vize, Robert Steinbauer, der inzwischen auch seinen Austritt aus der CDU erklärt hat, kandidierte nicht wieder für diese Funktion.

Zur Kampfkandidatur kam es bei der Besetzung des zweiten Stellvertreterpostens. Wir sind Machern schlug Jana Strehle vor, die Linke schickte das kommunalpolitische Urgestein Gunter Bergt ins Rennen. Da keine Wahlurne zur Stelle war, musste ein eilig herbeigeholter Umzugskarton als Behältnis für die geheime Abstimmung herhalten. Diese war sowohl von Vertretern der CDU als auch der FWG verlangt worden. Und so schritt man zur Tat: Stimmzettel wurden ausgegeben und mittels Obi-Karton wieder eingesammelt. Ergebnis: zehn Stimmen für Jana Strehle, sieben für Gunter Bergt. Somit ging die Spitzenkandidatin der neuen Liste als Sieger vom Platz.

Zügig wurden die drei Ausschüsse der Gemeinde besetzt. Hier hatten die Fraktionen im Vorfeld Übereinstimmung über die Verteilung der Sitze erzielen können. Sowohl Verwaltungs-, Technischer als auch Vergabeausschuss wurden einvernehmlich besetzt. Um so komplizierter gestaltete sich die Bildung des Aufsichtsrates für die Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft. Ein ebenfalls zuvor abgestimmter Vorschlag, den Bürgermeisterin Lieder vortrug, wurde von der CDU unerwartet wieder gekippt. Ursprünglich waren die Gemeinderäte Uwe Richter, Robert Steinbauer, Karsten Frosch, Detlef Keller und Valentin Theil für das Gremium vorgesehen. Die CDU habe noch einmal beraten und wolle doch drei Sitze beanspruchen, überraschte Petra Puttkammer die Anwesenden mit einer neuen Namensliste. Demzufolge sollten Frosch, Keller, Thomas Reißaus, Steinbauer und Theil den Aufsichtsrat bilden. Nachdem auch zu dieser Konstellation kein Einvernehmen zustande kam, musste wieder geheim gewählt werden. Mit durchaus überraschendem Ergebnis: Am Ende kam genau die Zusammensetzung heraus, die der Verwaltung ursprünglich vorgelegen hatte. Dem Aufsichtsrat bleiben demnach die bisherigen Mitglieder Steinbauer, Richter und Theil erhalten. Neu stoßen Frosch und Keller hinzu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2014
Simone Prenzel

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