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Wurzen Machern will 5-Prozent-Hürde knacken
Region Wurzen Machern will 5-Prozent-Hürde knacken
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12:07 14.03.2018
Lutz Hirsch, langjähriger Ortswehrleiter von Püchau, wird von Bürgermeisterin Doreen Lieder und Gemeindewehrleiter David Kolodziej verabschiedet. Quelle: Feuerwehr Machern
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Machern

Trotz vieler Aktivitäten ist es weiter schwierig, tagsüber die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Gemeinde Machern abzusichern. Wie Gemeindewehrleiter David Kolodziej auf der jüngsten Jahreshauptversammlung aller vier Ortswehren erklärte, sei es gerade wochentags zwischen 6 und 18 Uhr schwierig, genügend Kameraden zu erreichen. Zwei Ortswehren seien tagsüber fast durchweg nicht einsatzbereit und könnten somit rund 65 Prozent der Aufgaben nicht abarbeiten.

Um so mehr würdigte der Chef der Gemeindewehr alle Bemühungen, die Reihen der ehrenamtlichen Brandschützer zu stärken. „So fanden sechs neue Kameraden den Weg in die Einsatzabteilung. Weitere acht junge Mitglieder traten in die zwei Jugendwehren in Machern und Gerichshain ein.“ Erschreckend sei dennoch, dass bei einer Einwohnerzahl von rund 7000 gerade einmal rund zwei Prozent der Bürger Dienst in der Feuerwehr tun. „Hier müssen wir alles daran setzen, die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen“, bemühte Kolodziej einen Terminus, der eher in den parlamentarischen Sprachgebrauch gehört. Zu würdigen sei die sehr engagierte Arbeit in den Jugendwehren, die zum Beispiel ein Zeltlager an den Lübschützer Teichen und einen Ausflug ins Feuerwehr-Museum Zeithain veranstalteten.

Insgesamt leisteten die knapp 160 Mitglieder der Gemeindewehr, darunter 80 in der aktiven Abteilung, im Vorjahr über 4300 Ausbildungsstunden. Die Zahl der Einsätze erhöhte sich gegenüber 2015 nur geringfügig. Insgesamt 35 Mal mussten die Kameraden ausrücken. Die Zugstrecke bescherte Machern und Gerichshain drei Bahndammbrände, den größten Ende August. Um die Flammen auf einer Länge von fast zwei Kilometern einzudämmen, mussten auch die Nachbarn aus Brandis, Beucha, Naunhof und Borsdorf an die Schläuche eilen. Auch Unwetter machten den Kameraden zu schaffen. Sintflutartige Regenfälle setzten im Juni und Juli mehrmals Keller im Bereich der Püchauer Straße in Machern unter Wasser.

Für rund 50 000 Euro wurden im Vorjahr neue Ausrüstungsgegenstände, darunter Handlampen und eine Wärmebildkamera, angeschafft. „Der erst kürzlich vom Gemeinderat beschlossene Brandschutzbedarfsplan gibt die Richtung für die nächsten fünf Jahre vor“, betonte Kolodziej. Vorgesehen sei der Kauf neuer Fahrzeuge und die Instandsetzung von Gerätehäusern. „Insgesamt soll ein Budget von knapp einer Million Euro investiert werden“, informierte Kolodziej, der auf der Veranstaltung zum Brandinspektor berufen wurde.

Für 50 Jahre Feuerwehrdienst wurden außerdem Arno Liepold und Jürgen Sack geehrt. Kevin Kolodziej und Sebastian Joneleit wurden zu Hauptlöschmeistern befördert. Ein besonderer Dank galt Lutz Hirsch, der als langjähriger Ortswehrleiter von Püchau verabschiedet wurde. Sein kommissarischer Nachfolger wurde Marko Stübe.

Von Simone Prenzel

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