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Wurzen Machern will Tourismus ankurbeln
Region Wurzen Machern will Tourismus ankurbeln
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16:20 19.05.2015
Beliebtes Ausflugsziel: Schloss und Park in Machern ziehen Besucher an. Mit dem Potenzial müsse aber mehr gewuchert werden, ist man sich vor Ort einig. Quelle: Andreas Röse

Doch wie könnte man ihn besser vermarkten? So, dass nicht nur Besucher und Gäste, sondern auch die Einwohner selbst davon profitieren. Darüber machte sich auch der Wirtschaftsförderungsverein Gedanken und lud Tourismus-Experten zu seinem jüngsten Stammtisch.

Der Zeitpunkt hätte nicht passender sein können. Gegenwärtig richtet der Freistaat sein Marketing neu aus. Dabei sind die wichtigsten Herausforderungen und Ziele in der Tourismusstrategie Sachsen 2020 fokussiert. Um die Pläne und Forderungen umzusetzen, müssen die Kräfte konzentriert und gebündelt werden, ist allen Beteiligten klar. Auch Macherner Akteure könnten bald zu diesen starken Partnern zählen. Mehr darüber war von Gabriela Lantzsch zu erfahren. "Tourismusregion Machern - quo vadis? Wohin gehst du?", lautete ihr Vortrag vor etlichen Interessierten. "Wir fangen noch mal richtig an. Es geht noch mal richtig los!", kündigte die Vorsitzende des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland (LNS) enthusiastisch an.

Die Fachfrau könnte Recht behalten: Die neue Organisationsstruktur sieht vor, dass neben dem Verein Neuseenland auch die anderen regionalen Vereine ihre Mitgliedsbeiträge in der Leipziger Tourismus- und Marketing GmbH (LTM) bündeln. "Aus aktuellen Mitgliedern in den Regionalvereinen ergibt sich 2013 ein Budget als Grundfinanzierung für das regionale Marketing von 147 000 Euro."

Das Wichtigste: Das Marketing wird ebenfalls an die LTM übertragen. Die Regionalvereine sowie zahlreiche Kommunen sind dann Mitglied in einem größeren Verband. Darüber hinaus sichere die touristische Vermarktung mit Leipzig auch eine bessere Förderung für regionale Vorhaben. Denn in einem größeren Verband seien auch die Fördermittel höher. Darüber hinaus beteilige sich auch die Stadt Leipzig finanziell "und legt noch was drauf", erläuterte Gabriela Lantzsch.

Um die neue Organisationsstruktur besser umzusetzen, hat der Tourismusverein Neuseenland seit 1. Juli seinen Sitz von Borna nach Leipzig in die Räume der LTM verlegt (LVZ berichtete). "Damit können wir Marketingprojekte noch effektiver mitgestalten", sagte Sandra Brandt, die seit 1. Juli Abteilungsleiterin für die Region Leipzig/Mittelsachsen im LTM ist. "Mit der gemeinsamen Vermarktungsstruktur für die Stadt und die Region Leipzig ist der Weg für einen umweltgerechten Tourismus im gesamten Vereinsgebiet frei. Leipzig gehört zu den Topstädten, die Gäste und Besucher nutzen. Studien belegen außerdem, dass Touristen im Urlaub Tagesausflüge im Umkreis von 80 Kilometern unternehmen. Fakten, welche unsere Tourismusstrategie beeinflussen." Geplant sei ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis mit Leipzig und auch gemeinsame Messeauftritte sollen folgen. "Printprodukte sowie eine Internetdatenbank und Apps zu den Themen Erholung, Kultur, Reisen, Sport und Region wird es ebenfalls geben", so die Tourismusexpertin. Verhandelt werde über die Leipziger RegioCard, die Vorteile im öffentlichen Personennahverkehr ermöglicht.

Und wo sieht sich Machern? Wo könnte die 6800-Einwohner-Kommune ihre Kompetenzen am besten einbringen? Wo ist der Nutzen am größten? Welchem Regionalverein innerhalb des Verbandes sollte Machern beitreten - Neuseenland oder Burgenland? "Entscheidend ist es, von Besuchern und Gästen gefunden zu werden", meinte Doreen Lieder. "Und um gefunden zu werden, ist Leipzig der Schlüssel", begründete Macherns Bürgermeisterin. "Wir sind nah dran, sind sozusagen im Speckgürtel von Leipzig. Deshalb ist es wichtig, die Tür nach Leipzig weiter aufzustoßen." Dabei ist das Leipziger Neuseenland als Oberbegriff für Freizeit, Sport, Spiel, Kultur und Entspannung zu verstehen. Wohlfühlen und wiederkommen - wäre das nicht ein Motto für Machern? Bis Ende des Jahres müssen sich die Kommunen entscheiden. "Ich werde dem Gemeinderat empfehlen", kündigte Lieder an, "ab 1. Januar 2014 dem Neuseenland beizutreten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Ingrid Hildebrandt

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