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Macherner CDU mit neuen Leuten - aber ohne Steinbauer

Macherner CDU mit neuen Leuten - aber ohne Steinbauer

Mit einer faustdicken Überraschung endete am Dienstagabend die Nominierung der CDU-Kandidaten für die Gemeinderatswahl in Machern. Nachdem sich der langjährige Vize-Bürgermeister Robert Steinbauer schon beim ersten Anlauf im März über Listenplatz 12 verwundert die Augen rieb, kam es diesmal für ihn noch dicker.

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Ein Teil der Macherner CDU-Kandidaten für den Gemeinderat: In geheimer Abstimmung wurde im Macherner Schloss die neue Liste nominiert.

Quelle: privat

Machern. Der 62-Jährige wurde mit dem letzten Rang auf der CDU-Liste, in dem Fall Platz 15, abgestraft. Noch am Abend der Entscheidung zog Steinbauer seine Konsequenzen: Nach dem Abwatschen aus den eigenen Reihen warf er das Handtuch.

"Ich habe mich entschlossen, für die CDU als Gemeinderatskandidat in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen", bestätigte der Macherner gegenüber LVZ. "Die vergangenen zwölf Monate waren für mich als stellvertretender Bürgermeister sehr stressig und zeitintensiv." Zudem habe er immer mehr den Eindruck gewonnen, "dass sich einige CDU-Gemeinderäte mehr mit dem Geschehen in und ums Rathaus beschäftigten als mit den wirklichen Problemen Macherns". Diese gebe es reichlich. Wichtige Zukunftsthemen - unter anderem Erschließung und Entwicklung der Gartenstadt II, Doppik, Erstellung eines ausgeglichenen Haushaltes und vieles mehr - seien ungelöst.

Vor Steinbauer hatte mit Florian Woitek bereits ein weiterer Vertreter der bisherigen CDU-Liste seinen Rückzug aus der Macherner Kommunalpolitik erklärt (LVZ berichtete). Steinbauer und Woitek waren beim Urnengang 2009 noch die Zugpferde der CDU.

Dass Macherns Vize zuletzt in den eigenen Reihen einen schweren Stand hatte, führen Beobachter auf seine klare Abgrenzung zu Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) zurück. Während andere CDU-Vertreter der derzeit erkrankten Ortschefin den Rücken stärken, war Steinbauer zuletzt von ihr abgerückt. Öffentlich hatte er Lieder, die als Verwaltungschefin vom Landratsamt abgesetzt ist, zur Behebung ihrer Defizite geraten. Der letzte Listenplatz, so wertet es auch die politische Konkurrenz, sei dafür die Retourkutsche.

Ob Steinbauer ganz mit der Ortspolitik Schluss macht, die er über drei Wahlperioden maßgeblich mit prägte, blieb vorerst offen. Noch bis Montag, 18 Uhr, können Wahlvorschläge beim Gemeindewahlausschuss eingereicht werden. Dann erst liegen die Karten endgültig auf dem Tisch. Spekuliert wird, dass Steinbauer möglicherweise auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft (FWG) auftauchen könnte. Steinbauer selbst ließ auf Nachfrage offen, ob es ihn nicht doch über Umwege ins Ortsparlament zieht. "Ich bleibe Machern auf jeden Fall erhalten und werde mich auch weiterhin einbringen, unter anderem ehrenamtlich in vielen Vereinen ecetera."

Die Macherner CDU tritt nach dem Verzicht von Steinbauer mit 14 Kandidaten an. Neuer Spitzenmann ist System-Administrator Karsten Frosch aus Gerichshain.

"Mit 14 Kandidaten, darunter neun Personen, die bisher nicht dem Gemeinderat angehören, sieht sich die CDU gut aufgestellt für den Urnengang", teilte CDU-Ortsvorsitzender Rainer Stelzner mit. "Es ist gelungen, einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung durch unsere Kandidaten zu repräsentieren - vom Studenten über viele selbstständige in der Gemeinde verwurzelte Handwerker und Gewerbetreibende bis hin zum Rentner."

Der bisherige stellvertretende Bürgermeister Robert Steinbauer habe seine Kandidatur nach der Nominierung zurückgezogen, so Stelzner. "Dies ist für die CDU und für die Gemeinde außerordentlich bedauerlich, da gerade Herr Steinbauer in seiner Amtszeit als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister in sehr hohem Maße zur Weiterentwicklung der Gemeinde beigetragen hat." Die Kandidaten der CDU, heißt es weiter, wollen sich auch in Zukunft für Sachthemen einsetzen und stark machen. Der Fokus werde dabei unter anderem weiterhin auf einer ausgeglichenen soliden Haushaltslage, der Stärkung der ortsansässigen Unternehmen und Gewerbebetriebe, der Förderung des Ehrenamtes, der weiteren zügigen Bewältigung der Hochwasserfolgen sowie die Stärkung der weichen Faktoren wie Kinderbetreuung, Sportpark, Tourismus ecetera liegen, um Machern als hochwertigen Wohn- und Gewerbestandort vor den Toren Leipzigs weiter zu entwickeln. In folgender Reihenfolge wurden die Kandidaten nominiert: Karsten Frosch (45), Gerichshain; Petra Puttkammer (50), Machern; Detlef Keller (47), Machern; Ullrich Bräunig (54), Machern; Rainer Stelzner (63), Machern; Wolfgang Herfurth (64), Machern; Klaus Zaspel (61), Lübschütz; Winfried Roßdeutscher (70), Machern; Dirk Strehle (43), Machern; Jens Beyer (49), Püchau; David Hayd (24), Machern; Thomas Reißaus (43), Gerichshain; Horst Kretzschmar (76), Machern sowie Patrick Böttger (29), Gerichshain.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2014
Simone Prenzel

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