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Wurzen Macherner CDU will keine weißen Flecken
Region Wurzen Macherner CDU will keine weißen Flecken
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09:13 28.05.2018
Glasfaser-Leitungen können mehrere Tausend Bilder pro Sekunde übertragen. Quelle: Deutsche Telekom
Machern

Die Macherner CDU geht beim Thema Breitband in die Offensive. Man habe sich intensiv mit dem Thema befasst, erklärt CDU-Fraktionssprecherin Petra Puttkammer. Im Ergebnis fordert die Fraktion, keinen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser einzugehen, die ganze Ortsteile bei ihren Plänen ausspart. Stattdessen soll der Breitbandausbau mit Unterstützung des Landkreises und zur Verfügung stehender Fördermittel in Angriff genommen werden.

Unternehmen hält Randbereiche für unwirtschaftlich

Einen entsprechenden Antrag haben alle sechs CDU-Gemeinderäte unterzeichnet. Laut Vorstellung der Deutschen Glasfaser würden Ortsteile wie Plagwitz, Püchau, Lübschütz, Dögnitz, ebenso Wenig-Machern oder der Plagwitzer Weg Richtung Lübschützer Teiche sowie Bereiche von Gerichshain nicht mit ausgebaut. Diese Gebiete halte das Unternehmen für unwirtschaftlich. „Zudem werden nur Bürger und Unternehmen angeschlossen, die einen mehrjährigen Vertrag mit der Firma unterschreiben“, betont Puttkammer.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sagte im Gespräch „Viele kleinere Gemeinden konnten ihren Anteil von...

Gepostet von Glasfaser-Machern am Donnerstag, 22. März 2018

Auch die für alle Glasfaser-Kunden wichtige Open-Access-Plattform könne durch das Unternehmen bis zum heutigen Tag nicht gewährleistet werden. Mittels Open Access soll der Wettbewerb zwischen einzelnen Akteuren (Netzbetreiber, Provider, Stadtwerke et cetera) auf dem zukünftigen Markt ermöglicht werden.Open-Access-Schnittstellen vermeiden Doppel- oder Mehrfachausbau bei der Schaffung von neuer Breitbandinfrastruktur. Kunden der Deutschen Glasfaser würden damit aber immer wieder Probleme signalisieren, haben die Macherner recherchiert.

CDU will lückenloses Anschlussnetz

„Zudem haben wir bis heute keine Antwort von der Bürgermeisterin, inwieweit der Wegenutzungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Deutschen Glasfaser im Vorfeld juristisch und technisch geprüft wurde. Weiterhin halten wir diesen Vertrag für sehr einseitig und nachteilig für die Gemeinde“, so die CDU-Sprecherin. Dort, wo das Unternehmen schon erschlossen hat, seien „viele Gemeinden und Bürger mit den Problemen, die durch die Deutsche Glasfaser entstehen, überfordert“.

Ein Anliegen steht für die Macherner CDU deshalb ganz weit oben: „Wir wollen, dass die Bürger der Gemeinde Machern zukünftig ein lückenloses und flächendeckendes Breitbandnetz erhalten. Schnelles Internet ist genauso wichtig wie die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom. Dies gilt insbesondere für die extrem unterversorgten Haushalte in den Ortsteilen Plagwitz, Püchau, Lübschütz, Dögnitz, Gerichshain, Posthausen und auch für Teile Macherns selbst. Nur wenn alle Haushalte und Unternehmen die Möglichkeit haben, sind wir zufrieden. Ein Ausschluss einzelner Ortsteile“, so Puttkammer abschließend, „ist für die Zukunft keine Lösung.“

Gemeinderat tagt zu weiteren Themen

Der Macherner Gemeinderat tagt heute ( 28. Mai),19.30 Uhr, im Rathaus am Schlossplatz. Die Verwaltung bringt den Vorschlag ein, einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser einzugehen. Weiteres Thema ist eine zusätzliche Grundstückszufahrt, die von der Leipziger Straße ins Gewerbegebiet Gerichshain-West geschaffen werden soll. Zudem widmet sich der Rat einer personellen Baustelle. Nach erfolgter Ausschreibung soll ein neuer Bürgeramtsleiter bestellt werden. Die Funktion war nach dem Weggang von David Aloe vakant. Zu Beginn ist eine Einwohnerfragestunde geplant. Gemeinderat und GBW-Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Richter informiert außerdem über den Geschäftsgang in der kommunalen Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft sowie der Gartenstadt. Insbesondere soll es dabei um den Sachstand zum neuen Wohngebiet Machern Nord II gehen.

Von Simone Prenzel

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