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Wurzen Macherner Familienunternehmen wagt sich weit aufs Wasser hinaus
Region Wurzen Macherner Familienunternehmen wagt sich weit aufs Wasser hinaus
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00:36 22.08.2015
Die Seebrücke am Geiseltalsee in Braunsbedra - hier sind die Macherner für die Projektsteuerung zuständig. Quelle: Ingenieurbüro Hanke
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Mittlerweile kann der Unternehmer auf ein 25-jähriges Wirken verweisen. Mit Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde das Jubiläum des Ingenieurbüros Hanke kürzlich am Firmensitz in der Polenzer Straße gefeiert. Dem Unternehmen sei es gelungen, sein Profil immer wieder erfolgreich an die Marktsituation anzupassen, meinte Hanke. "Prüfstein für unsere Arbeit war stets die Zufriedenheit unserer Kunden." Den Schritt in die Selbstständigkeit hat der Firmenchef nie bereut. Im Jahre 1998 wurde zusätzlich noch das Planungsbüro Hanke gegründet, in dem Sohn Jörg das Zepter führt. Und es bestehen berechtige Hoffnungen, dass auch die dritte Generation irgendwann in die Unternehmensgruppe einsteigt. Enkel Jo studiert in Leipzig Wirtschaftsinformatik und würde das Leistungsspektrum in diesem Bereich sogar noch erweitern.

Die letzten 25 Jahren beschrieb Joachim Hanke mit handfesten Zahlen. "Seit 1990 wurden rund 1600 Vorhaben von Kommunen und privaten Investoren von uns betreut, dahinter steht eine Bausumme von rund 950 Millionen Euro."

Hanke ist stolz, Großunternehmen wie Envia M, die Deutsche Bahn oder die Stadtwerke Leipzig und viele Kommunen zu seinen Kunden zählen zu können. Für Stromversorger wurden immerhin über 10 000 Kilometer Hoch- und Mittelspannungsleitungen digitalisiert. Auf einer Länge von 610 Kilometern wurden Straßen geplant, auf 4890 Kilometern Regen- und Abwasserleitungen. Für 2200 Quadratkilometer erstellte das Büro Flächennutzungs- und Bebauungspläne.

Ein spannendes Projekt betreuen Hanke und seine Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt. "Am Geiseltalsee sind wir als Projektsteuerer für die Errichtung einer kompletten Seebrücke samt Hafenanlage zuständig." An Deutschlands größtem künstlichen Gewässer wird die Landschaft seit Jahren nachhaltig verändert. Über drei Jahrhunderte vom Bergbau geprägt, nimmt ein Touristik-Paradies langsam Gestalt an. Nachdem 1993 der letzte Kohlezug den Tagebau Mücheln-Braunsbedra verließ, sollen künftig Wassersportfreunde aus dem In- und Ausland angelockt werden. Der Hafen wird Platz für 165 Boote bieten. "Die 190 Meter lange See-Brücke soll maritimes Flair verströmen", berichtet Jörg Hanke. Das Bauwerk ruht auf Pfählen, die 15 Meter tief in den Untergrund getrieben wurden. Zusätzliche Verankerungen waren nötig, um eine 400 Quadratmeter große Plattform am Ende der Brücke zu fixieren. Künftig sollen Besucher so das Treiben in der ganzen Bucht vom Wasser aus verfolgen können.

Ein anderer Auftrag dreht sich um das Thema Elektromobilität. "Für die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft haben wir untersucht, ob sich ehemalige Umformergebäude zum Beispiel in Grünau in Ladestationen für Elektroautos umrüsten lassen." Leipzig ist ebenfalls Vertragspartner für eine Brandschutz-Studie an Schulen der Messestadt, die in Regie der Macherner läuft. Allein hier tragen die Macherner für Investitionen rund 20 Millionen Euro Verantwortung. Direkt vor der Haustür wurde mit der Erschließung des ehemaligen Militärgebietes Waldpolenz ein weiteres Projekt realisiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2015
Simone Prenzel

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