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Wurzen Macherner Kunstrasenplatz wird für 700 000 Euro komplett erneuert
Region Wurzen Macherner Kunstrasenplatz wird für 700 000 Euro komplett erneuert
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00:18 28.04.2017
Hannelore Dietzschold bei der Übergabe des Fördermittelbescheides an Gabriele Röhmer, Geschäftsführerin der Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft.
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Machern

Der Macherner Kunstrasenplatz ist in die Jahre gekommen. So sehr, dass eine Sperrung der Anlage im Sportpark Tresenwald und damit ein Abwandern ganzer Abteilungen drohte. Diese Gefahr ist seit Montag gebannt. Die Sächsische Aufbaubank unterstützt die notwendige Erneuerung mit einer ordentlichen Summe.

Aus den Händen der Wurzener Landtagsabgeordneten Hannelore Dietzschold (CDU) erhielt die Geschäftsführerin der Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft, Gabriele Röhmer, einen Fördermittelbescheid über knapp 180 000 Euro überreicht.

Machern entwickelt sich zur Hockey-Hochburg, braucht allerdings einen intakten Kunstrasenplatz für den Trainings- und Spielbetrieb. Darauf ist auch der Nachwuchs – hier die Knaben A-Mannschaft bei einer der jüngsten Ansetzungen – angewiesen. Quelle: Verein

Seit geraumer Zeit brennt der desolate Kunstrasen den Sportlern unter den Nägeln. Insbesondere die Abteilungen Fußball und Hockey in dem insgesamt rund 850 Mitglieder zählenden Sportverein SV Tresenwald sind auf die Spielfläche angewiesen. Hockey-Abteilungsleiter Henry Knop erinnerte bei der gestrigen Übergabe daran, dass sich Gastmannschaften schon geweigert hätten, in Machern anzutreten. „Grund war der Kunstrasen, der weder unseren Sportlern noch anderen Teams länger zuzumuten war.“ Dabei habe sich Machern erfolgreich auf den Weg gemacht, eine Hockey-

Auch Eberhard Westphal als Vertreter der Fußballer zeigte sich erleichtert. „Ehrlich gesagt habe ich nicht mehr daran geglaubt, diesen Tag noch zu erleben.“ Der Platz habe mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel. „Normalerweise halten solche Anlagen nur die Hälfte der Zeit. Das allein macht schon deutlich, was hier für Handlungsbedarf herrscht.“ Auch die Fußballjungs, berichtete der Gerichshainer, seien zuletzt mit etlichen Schürfwunden vom Training nach Hause gekommen; es habe erhebliche Verletzungsgefahr bestanden.

Geschäftsführerin Gabriele Röhmer bedankte sich vor allem bei Hannelore Dietzschold und der CDU-Ortsvorsitzenden Petra Puttkammer. Letztere habe den entscheidenden Kontakt hergestellt, nachdem sich die Sportler über die Zustände beklagt und um Hilfe gebeten hatten. Dank gelte auch Gemeinderat Manfred Schubert (Freie Wählergemeinschaft), der das Sportstättenkonzept als Voraussetzung für die Fördermittel-Bewilligung anschob.

„Ich selbst habe das Gespräch mit der Sächsischen Aufbaubank gesucht“, berichtete Dietzschold über ihre Bemühungen. Der Freistaat stelle im Doppeletat 98 Millionen für den Sport bereit. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Uwe Richter, Chef des GBW-Aufsichtsrates, auf rund 700 000 Euro. „Ein Drittel der Kosten verschlingt allein der Abriss.“ Auch Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) bedankte sich bei allen Beteiligten.

Um keine Zeit zu verlieren, vereinbarte Gabriele Röhmer noch für diese Woche weitere Abstimmungen mit den Sportlern. Denn Eile ist bei der Umsetzung des Vorhabens geboten. „Bis Jahresende“, so Dietzschold, „müssen die Fördermittel verbaut sein.“

Von Simone Prenzel

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