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Wurzen Macherner löschten Brände und retteten Hund aus der Abwasserleitung
Region Wurzen Macherner löschten Brände und retteten Hund aus der Abwasserleitung
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09:49 08.03.2016
Ein arbeitsreiches Jahr hat die Macherner Ortswehr hinter sich. Beförderungen standen zur Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Quelle: Foto: Feuerwehr
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Machern

Rund 350 Einsatzstunden stehen auf dem Konto der Macherner Kameraden für 2015, wie Ortswehrleiter David Kolodziej in seiner Bilanz zur jüngsten Jahreshauptversammlung erklärte. Im Gegensatz zu 2014 stieg die Zahl der Einsätze um 45 Prozent. Insgesamt 26-mal wurde die Ortswehr alarmiert. Zu den größten Einsätzen zählte ein Brand im Schlossblick. Dort musste im September nicht nur eine brennende Küche gelöscht werden. Versteckte Glutnester hatten den Dachstuhl in Brand gesetzt. In Erinnerung bleibt sicher auch die Rettungsaktion eines Hundes, der aus einer Abwasserleitung befreit wurde.

Die aktive Abteilung zählt derzeit 21 Mitglieder. „Das ist gerade mal die Hälfte dessen, was wir für unsere Einwohnerzahl von knapp 4500 eigentlich bräuchten“, macht Kolodziej deutlich. Es müsse unbedingt etwas dafür getan werden, junge Menschen oder auch Quereinsteiger für ein Engagement in der Feuerwehr zu gewinnen. „Sonst könnte es eines Tages wirklich passieren, dass trotz bekannter massiver Probleme bei der Einsatzbereitschaft ein Mensch sein Leben lassen muss“, schlug der Feuerwehrchef ernste Töne an.

Sorgen bereitet dem Macherner vor allem die tägliche Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Brandschützer. „In der Woche sind nur zehn bis 15 Prozent der Kameraden tagsüber vor Ort - damit zwei Feuerwehren in der Gemeinde fast durchweg nicht fahrbereit.“ Vielen Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen ergehe es ähnlich. Deshalb sei die Politik gefragt. „Fest steht, dass man endlich Geld in die Hand nehmen muss, um diesen Negativtrend zu stoppen.“ Nur alle gemeinsam – Feuerwehr, Gemeinden und Land – könnten etwas ausrichten, um dem Schwund zu begegnen.

Zu den Aktivitäten, die Ortswehrleiter David Kolodziej hervorhob, zählte auch das Ausbildungsgeschehen. Immerhin 13 Angehörige konnten erfolgreich zum Truppführer ausgebildet werden. Das Zusammenspiel mit den anderen Ortswehren der Gemeinde wurde bei einer Übung in Gerichshain verfeinert. An dieser waren erneut auch der Rettungsdienst Machern und das Krankenhaus Wurzen beteiligt. Nach einem realitätsnah simulierten Unfall wurden die Verletzten befreit, dem Rettungsdienst übergeben und dann bis in den OP hinein versorgt. „Auch in die Einsatztechnik wurde investiert“, bedankte sich Kolodziej bei der Kommune. Die Wehr konnte einen komplett neuen Rettungssatz in Empfang nehmen. Außerdem wurden neue Handlampen und eine Wärmebildkamera angeschafft.

Darüber hinaus sorgen die Kameraden – neben ihren wichtigen Einsätzen – immer wieder für Höhepunkte im Veranstaltungskalender. Der alljährliche Lampionumzug zieht nicht nur Macherner, sondern mittlerweile auch Gäste aus den Nachbarorten an. Öffentlich präsentierte sich die Wehr auch bei den Feuerwehrjubiläen in Gerichshain und Altenbach sowie zur Macherner 1000-Jahr-Feier. Erstmals fand eine Aktion für Macherner Ferienkinder statt. Für diese hatten die beteiligten Kameraden extra Urlaub genommen. Die Feuerwehren und ihre Aufgaben bekannt zu machen, damit könne man nicht früh genug anfangen, so das Fazit.

Von Simone Prenzel

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