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Wurzen Macherns Ex-Bürgermeister als Offizier auf Zeit
Region Wurzen Macherns Ex-Bürgermeister als Offizier auf Zeit
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16:25 19.05.2015
Begegnung mit der Truppe: In einem Schützenpanzer Marder war Frank Lange unterwegs. Mit weiteren 37 Teilnehmern absolvierte der 39-Jährige einen Lehrgang für zivile Führungskräfte in der Lüneburger Heide. Quelle: Privat

Lange, Hauptgefreiter der Reserve, nahm an einer Veranstaltung der Bundeswehr für Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik teil. "Solange ich noch Gemeindeoberhaupt war, blieb für solche Termine keine Zeit", begründete der 39-Jährige. Um so vielfältiger waren die Eindrücke, die der ehemalige Großbothener zwischen Feldküche und Schießstand gewinnen konnte.

Warum er nach 15 Jahren Pause wieder den Tarnanzug überstreifte? "Ganz einfach, um mich aus erster Hand über die Situation der Bundeswehr ein Jahr nach Aussetzen der Wehrpflicht zu informieren." Welche Bedeutung eine funktionierende Truppe hat, sei nicht zuletzt bei der Juniflut deutlich geworden, als Soldaten aufopferungsvoll die Deiche verteidigten. "Auch bei mir wurden dadurch Erinnerungen an meinen Hochwassereinsatz mit der Panzerpionierkompanie 380 bei der Oderflut 1997 wach."

Behördenleiter, Firmenchefs, Juristen und Politiker - sie alle bekamen an der Panzertruppenschule Munster Einblick in den militärischen Alltag. 38 Teilnehmer, darunter zwei Frauen, schnupperten Bundeswehrluft.

"Vom Einkleiden - die Stiefel erschienen durchaus bequemer als vor 15 Jahren - über das Auffrischen militärischer Kommandos bis zur Vorbereitung des feierlichen Gelöbnisses und der Ernennung zum Oberleutnant der Reserve sind die Höhepunkte des ersten Tages schnell erzählt", berichtet Lange. In der verbleibenden Zeit stand Ausbildung im Felde und an Standardwaffen auf dem Programm. Auf dem Truppenübungsplatz mussten sich die Offiziere auf Zeit ebenfalls beweisen. "Nachdem uns Panzer vom Typ Leopard und Marder mitten im Wald abgesetzt hatten, mussten wir in der Gruppe unter Absolvierung vielfältigster Aufgaben und Überwindung von Hindernissen zum Ziel Hof Roth gelangen."

Was bleibt in Erinnerung von den Tagen bei der Truppe? "Neben Fahrten in gepanzerten Fahrzeugen, Dreck im Gesicht und Schweiß auf dem Körper vor allem viele interessante Diskussionen im Hörsaal oder im Felde", zieht Lange ein persönliches Fazit. Bei hochkarätigen Vorträgen über innere Führung habe man zudem Erfahrungen vermittelt bekommen, die mit Abwandlungen auch im zivilen Leben anwendbar sind.

"Und schließlich", so Lange, "wurden den Teilnehmern auch soldatische Tugenden wie Treue, Tapferkeit, Einsatzwille, Disziplin, Kameradschaft und Zivilcourage nahe gebracht." Alles Werte, die man im zivilen Leben mitunter vermisse.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.07.2013

Simone Prenzel

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