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Wurzen Machtwechsel in Brandis
Region Wurzen Machtwechsel in Brandis
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16:56 19.05.2015
Umjubelter Sieg: Arno Jesse (r.) schaffte einen überraschend klaren Erfolg. Nicht nur Altbürgermeister Frank Mieszkalski hatte Grund zu ausgelassener Freude. Quelle: Klaus Peschel

Bei den Christdemokraten ist derweil Tränentrocknen angesagt. Nach 14 Jahren CDU-geführter Stadtregierung geht das Rathaus an einen Unabhängigen mit SPD-Parteibuch verloren.

Auch am Tag danach noch sorgte der überraschend klare Ausgang der Bürgermeisterwahl nicht nur in der 10000-Einwohner-Stadt für Diskussionen. Jesse erklärte, er werde sich als erstes ein Bild von der Verwaltung und seinen zukünftigen Mitarbeitern machen. "Das gute Wahlergebnis macht mich zuversichtlich, dass uns gemeinsam, Bürgerinnen und Bürgern, Stadtrat und Verwaltung, Vereinen und Institutionen, ein neuer Aufbruch für Brandis gelingt", meinte der 50-jährige Diplomgermanist, der von einem breiten Bündnis aus SPD, Bürgerverein Brandis und Linkspartei unterstützt wurde. Der gebürtige Bremerhavener erklärte, er wolle Brandis gemeinsam mit vielen Partnern zu einer agilen Kleinstadt am Rande Leipzigs entwickeln. Vor allem gehe es um mehr Bürgerbeteiligung und einen offeneren Politikstil.

"Ich werde auf keinen Fall die Fahne senken", kommentierte Alexander Busch (CDU) sein enttäuschendes Abschneiden. "Es ist bedauerlich", sagte CDU-Kreis-Vize Matthias Rieder auf Anfrage, "dass wir in einer so wichtigen Stadt wie Brandis ein Rathaus verlieren." Auf das schlechte Ergebnis von Alexander Busch konnte sich der Wurzener vorerst keinen Reim machen: "Wir haben den Kandidaten zwar unterstützt und auch mit ihm mitgefiebert, stecken aber zu wenig in den Details, um uns hier ein Urteil zu erlauben." Busch werde auf der nächsten Sitzung des Kreisvorstandes vielleicht schon Näheres sagen können.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Simone Prenzel

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