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Wurzen Märchenhaftes zum Advent
Region Wurzen Märchenhaftes zum Advent
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05:00 28.11.2011
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„Kling und Klang, Kling und Klang, hört nur die Musik. Kling und Klang, Kling und Klang, ich weiß ein schönes Stück ..." Dass Fee Lia viele der alten „Mären" kennt, wissen auch die Muldentaler Mädchen und Jungen. Lange vor der großen Mitmach-Märchenstunde haben sie sich auf der Schlossterrasse versammelt. Welche Geschichte wird wohl heute erzählt werden? Was verraten die Kulissen? Stroh und Feuerstelle in einer Ecke, tierische Musikanten in der anderen, ein Mädchen mit ebenholzfarbenem Haar in der nächsten? „Na, wonach sieht das aus?", fragt Oma Brunhilde Enkelin Elisa. „Rumpelstilzchen, Stadtmusikanten, Schneewittchen, Feuerzeug", tippt die siebenjährige Lüptitzerin auf Anhieb. Heute soll allerdings Rumpelstilzchen über die Macherner Schlossterrasse wirbeln. Märchenfee Lia sucht noch Mitspieler. „Oh, hier will sogar ein Hund mitspielen", staunt sie über einen Vierbeiner, der sich als erstes nach von drängt. „Dich nehm ich als Schlosshund", entscheidet sie.

Märchenhaft geht es glücklicherweise im gesamten Schloss zu: Ein gutmütiger Bär lässt sich pausenlos den Pelz kraulen, das tapfere Schneiderlein verkündet selbstbewusst: „Sieben auf einen Streich" und ein prächtig ausstaffierter Zauberer vereint Orient und Okzident. Das gibt es wahrlich nicht überall. Selten gibt es im Muldental zur Adventszeit auch irische und keltische Harfenmusik. Julia Lehne lässt diese erstmals in der Ritterstube erklingen. „Ich hab mir gedacht, landauf, landab hört man die bekannten Weihnachtslieder, da mach ich mal mit anderen Tönen bekannt", sagt die junge Frau und zupft sacht über die Saiten. „Ein warmer, harmonischer und runder Klang", freut sich die Musikerin, die ihr Talent von „Opa Manfred aus Hohburg" geerbt habe.

Bei den zarten Klängen der Hakenharfe lässt sich trotz des Menschengedränges in aller Ruhe nach Geschenken Ausschau halten. Die zauberhaften Puppen und Teddybären von Annelies Treytnar schauen, als würden sie „Spiel mit mir!" sagen. Gleiches gilt für die hübschen, kleinen Holzfiguren an manch anderen Ständen. Freuen können sich die Besucher auch über viele vertraute Gesichter unter den Ausstellern: Die beiden Töpfer aus Altenbach beispielsweise, die winterfeste Pflanzgefäße im Angebot haben, oder die Macherner Imker und die Buchhändlerin aus der Ringelnatz-Stadt. „Hier", weist Kristina Jurich auf ein Buch vom Heimatverein Hohburger Schweiz und reicht Manfred Müllers „Mein Wurzner Land" einem Interessenten. Am Nachbarstand laden historisch Adventskalender zum Näherkommen ein. Geschenke hin, Geschenke her: natürlich waberte auch der Duft von gebrannten Mandeln, Stollen oder Schokolade durch das Schloss.

„Alle Jahre wieder ein schöner Weihnachtsmarkt", sind sich die Besucher einig: „Nicht so voll wie in Leipzig", sagt Steffi Lehnicker aus Brandis. Vollauf zufrieden zeigt sich auch der 15 Monate junge Leonard aus Gerichshain: Ein Märchenkurs an einem einzigen Wochenende – wo gibt es denn so etwas?

Ingrid Hildebrandt

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