Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Manfred Müller ist jetzt Ehrenbürger von Lossatal
Region Wurzen Manfred Müller ist jetzt Ehrenbürger von Lossatal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 07.10.2015
Große Ehre für großen Hohburger: Lossatals Bürgermeister Uwe Weigelt überreicht Heimatforscher Manfred Müller die Ehrenbürger-Urkunde. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Wurzen

In Bezug auf den heutigen 85-jährigen langjährigen Herausgeber des Rundblickes, der am Sonnabend im Hohburger Kulturhaus von Bürgermeister Uwe Weigelt die Lossataler Ehrenbürgerwürde verliehen bekam, meint dies, dass der Gewürdigte ein akribischer Arbeiter war, der sein Fach meisterhaft beherrschte und dem es darob auch möglich war, den Rundblick in einer ansprechenden Form aufzubereiten. "Bei uns zu Hause jedenfalls gehörte der Rundblicke zur festen Lektüre", so Schmidt, der in seiner Laudatio daran erinnerte, dass Manfred Müller nicht als "Rundblick-Müller" geboren wurde. Vielmehr habe er sich in Hohburg als Lehrer einen Namen gemacht und in diesem sich autodidaktisch angeeigneten Beruf Spuren hinterlassen. "Ehemalige Schüler sprechen ihn heute noch als 'ihren Herrn Müller' an", so Schmidt, der die von seinem heimatkundlichen Mitstreiter initiierten Zeltlager mit dem Attribut "legendär" versieht. Legendär war auch Manfred Müllers Organisationstalent. Sohn Matthias, seines Zeichens Leiter des von seinem Vater begründeten Steinarbeiterhauses, flocht ein, dass es ihm bis heute ein Rätsel sei, wie der Vater Beruf, sein zeitintensives Hobby und die Familie unter einen Hut gebracht habe. So gut, dass er sich als Kind nie einsam gefühlt habe. Einsamkeit war auch nicht Manfred Müllers Ding bei aller Notwendigkeit, im stillen Kämmerlein über Dokumenten zu brüten. Manfred Müller, so erinnerte Laudator Jürgen Schmidt, organisierte Festspiele im Rahmen der 800-Jahrfeier in Hohburg und war am Zustandekommen von Hans Sachs-Theateraufführungen beteiligt, wobei die Einnahmen dem Sportplatz zugute kamen. "Manfred hat seine Heimatliebe von Kindesbeinen an weitergegeben", würdigte Schmidt den neuen Ehrenbürger, der vor sieben Jahren für sein Rundblick-Wirken das Bundesverdienstkreuz erhielt. Angestrebt hat Manfred Müller solcherart Würdigung indes nicht. Der Hohburger gehört zu der Kategorie Mensch, dem man vorbehaltlos abnimmt, wenn er sagt, dass es ihm nie um Ruhm und Ehre, um materielle Pfründe oder Vergünstigungen gegangen sei. "Man tut solche Sachen, oder man tut sie nicht", so der 85-Jährige. Für ihn sei ein Schulterklopfen Dank genug, die spontane Umarmung einer älteren Dame geradezu ein regelrechter Höhepunkt der Zustimmung gewesen. "Ich habe es allzeit mit Goethe gehalten, demzufolge die Freude, die wir geben, ins eigene Herz zurück kehrt." Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Entlang der heutigen Bundesstraße 6 befand sich ein ganzes Netz von Einrichtungen, die die Stasi im Falle eines Falles belegt hätte, sagt Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" in Leipzig. Im Zentrum dabei: der Stasi-Bunker in Machern.

10.01.2017

Offene Ohren schenkte Landrat Henry Graichen (CDU) den Mitgliedern des Muldentaler Regionalverbandes der Kleingärtner bei seiner kürzlichen Stippvisite in der Wurzener Anlage Ost.

29.09.2015

Wackelmänner mit 50 Umdrehungen machen die Runde: "Ein Schluck auf Oma!" Die Gratulanten nehmen einen Hieb und schütteln sich kurz. Nun bringen sie die Blumen aufs richtige Maß: "Die Schere schneidet ja, wie der tote Hund beißt!" Die Sonne lacht.

25.09.2015
Anzeige