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Wurzen Marion Kattlun aus Brandis: "Ich kandidiere nicht, ich kämpfe"
Region Wurzen Marion Kattlun aus Brandis: "Ich kandidiere nicht, ich kämpfe"
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17:50 19.05.2015
Ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin kämpft um neuen Drogeriemarkt: Im vergangenen Jahr initiierte die Brandiserin Marion Kattlun eine Unterschriftensammlung für die Ansiedlung eines Drogerie-Marktes in Brandis. Sie wünscht sich, dass Kommune und Bürger gemeinsam für eine Verbesserung der Versorgungssituation streiten. Quelle: Klaus Peschel
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Brandis

Im Zusammenhang mit der aktuellen politischen Debatte um die Schließung des Lidl-Marktes stellt sie fest: "Ich kandidiere nicht, ich kämpfe."

Äußerungen in der LVZ lösten bei Marion Kattlun Befremden aus. Über die plötzlichen Aktivitäten kann sie nur staunen. "Schmücken sich Stadtrat Busch und Bürgermeister Dietze mit fremden Federn, wenn sie über Gespräche mit der Handelskette Rossmann berichten", fragt sie - aus ihrer Sicht nicht ohne Grund. Denn, so erklärt die ehemalige Schlecker-Frau, die nur vier Wochen nach dem Aus der Drogerie-Kette wieder Arbeit in Brandis fand, einen Vorstoß bei Rossmann habe sie schon vor Monaten unternommen. Der Grund waren zahlreiche Gespräche, die sie führte. "Man unterhielt sich", sagt Marion Kattlun, "und dabei wurde immer wieder geklagt, dass man für eine Drogerie weit fahren müsse - nach Wurzen, zum Pösna-Park oder ins PC."

Das löste bei ihr die Idee mit einer Unterschriftenliste aus. Ins sechs Geschäften legte sie die Formulare aus. Und in nur zwei Wochen unterzeichneten 860 Frauen und Männer. "Damit wandte ich mich an Rossmann und die Expansionsabteilung schrieb mir am 30. Oktober vergangenen Jahres, dass man den Standort prüfe."

Bereits damals hat die LVZ über die Aktivitäten von Marion Kattlun berichtet. Von den Verantwortlichen in der Stadt habe aber niemand Kontakt zu ihr aufgenommen, um gemeinsam mit ihr für den Standort zu kämpfen. "Der Schlagabtausch zwischen CDU und SPD bringt dem Volk nichts", erklärt die 46-Jährige. Sie wolle nicht die Bürgermeisterwahl im Mai oder den Beschluss für ein Stadtentwicklungskonzept abwarten, ihr gehe es darum, das Defizit in der Drogerie-Versorgung schnellstens abzubauen. Dort setzt sie ihren Schwerpunkt. "Die Nachfrage ist da, das geht doch schon bei destilliertem Wasser los."

Zum gemeinsamen Vorstoß aus Brandis, der in den Augen von Marion Kattlun sinnvoll gewesen wäre, ist es nicht gekommen. Untätig blieb allerdings auch die Stadtspitze nicht. Rossmann-Pressesprecher Stephan-Thomas Klose erklärte auf Anfrage der LVZ, dass bis dato kein Rossmann-Objekt in Brandis in der Planung sei. Der Außendienstmitarbeiter der Expansion stehe aber in Kontakt mit dem Bürgermeister. "Mit anderen Worten", so Klose, "die Prüfung möglicher Objekte ist noch nicht abgeschlossen."

Die Diskussion über die Lidl-Schließung sieht Marion Kattlun übrigens etwas differenzierter. Für die Betroffenen im Umfeld, vor allem im betreuten Wohnen, sei das Aus für den Markt sicher bitter. Grundsätzlich allerdings sei Brandis mit vier Discountern immer noch gut versorgt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.02.2013

Heinrich Lillie

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