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Wurzen Mehr Fleiß an der Faulen Parthe
Region Wurzen Mehr Fleiß an der Faulen Parthe
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05:00 28.04.2011
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. Bürgermeister Andreas Dietze entgegnete, dass ohne ein entsprechendes Konzept keine Fördermittel beantragt werden können.

„Seit Oktober vorigen Jahres finden Begehungen statt, wird Papier beschrieben, aber es tut sich nichts", empörte sich Reiner Arnold in der Bürgerfragestunde. Der Waldsteinberger steht der „Ersten Interessenvertretung Oberflächenwasser/Abwasser" vor, die von Grundstückseigentümern gegründet wurde. „Der nächste Dauerregen kommt bestimmt, wir können die Katastrophe doch nicht auf uns zukommen lassen."

Bauamtsleiter Jürgen Otto hatte zuvor mit Fotos den Zustand von Fauler Parthe, Todgraben, Seeabfluss in Beucha und dem Abfluss am Kohlenberg dokumentiert. „Hindernisse sind die Durchlässe, die zu klein und teilweise auch überflüssig sind." Ohne Hochwasserschutzkonzept seien größere Maßnahmen aber nicht machbar. Otto kündigte an, dass beim Zweckverband Parthenaue nächste Woche eine weitere Runde stattfinden soll. Dann werde die Aufgabenstellung für die Untersuchung von Fauler Parthe und Todgraben, an der sich auch die Stadt Naunhof beteilige, besprochen. Laut Verband werde die Genehmigung etwa ein dreiviertel Jahr dauern. Im nächsten Jahr, so die vorsichtige Schätzung, könnten dann erste investive Maßnahmen umgesetzt werden.

„Es ist Pflicht der Kommune, die Gräben instandzuhalten, aber man doktert über ein halbes Jahr am Entwurf einer Aufgabenstellung herum", kritisierte ein Waldsteinberger, der mit den Wassermassen vom Kohlenberg zu kämpfen hat. „Hinter meinem Haus befindet sich neuerdings ein Stausee, der dort nicht hingehört. Und die Behörden prüfen und prüfen statt zu handeln." Jürgen Herrn, ebenfalls Mitglied der Interessenvertretung, forderte dazu auf, nach Kompromissen zu suchen. „Für mich ist dabei auch das Landratsamt in der Pflicht. Die untere Wasserbehörde hat die Entwässerung der Autobahn in die Faule Parthe genehmigt, die uns zu schaffen macht. Jetzt muss sie uns auch helfen, mit den Folgen klar zu kommen."

Was die Beräumung der Gräben anbelangt, gibt es zumindest einen Hoffnungsschimmer. Ein-Euro-Jobber sollen eingesetzt werden, um Hindernisse zu beseitigen. Otto beklagte, dass einige Übel auch auf das Konto von Anrainern gehen. „Da werden Stämme über den Bach gelegt, an denen Treibgut hängen bleibt oder Komposthaufen errichtet." Auch dieser Schwachstellen müsse man sich annehmen. Wenig hilfreich sei zudem, dass trotz gegenläufiger Bemühungen der Stadt nach wie vor Bauanträge in Waldsteinberg genehmigt werden. „Wir als Stadt lehnen weitere Bauten ab, weil die Abführung des Regenwassers nicht gesichert ist, die Leute klagen dagegen und bekommen Recht."

Simone Prenzel

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