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Wurzen Mehr Platz: Igefa zieht von Gerichshain nach Borsdorf
Region Wurzen Mehr Platz: Igefa zieht von Gerichshain nach Borsdorf
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00:20 07.08.2017
Vor dem ersten Spatenstich: Bürgermeister Ludwig Martin (2.v.l.) unterhält sich mit den Vertretern des Investors und der Baufirma über das Igefa-Projekt im Borsdorfer Gewerbegebiet. Quelle: Foto:
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Borsdorf

Wiese, Bagger, Sandhaufen sowie fünf Herren in schwarzer Hose, weißem Hemd und mit Spaten – am Donnerstag war der symbolische Baubeginn für das neue Logistikzentrum im Gewerbegebiet Borsdorf/Panitzsch an der Bundesstraße 6. Die Igefa Leipzig GmbH & Co. KG, Fachgroßhändler für professionelle Reinigung, Hygiene, Arbeitsschutz und Einwegmaterialien, zieht nach Borsdorf. Igefa ist ein Zusammenschluss mittelständischer Familienunternehmen mit 30 Partnern deutschlandweit, hinter denen sechs Unternehmensgruppen stehen. Die Igefa Leipzig ist einer davon und eine 100-prozentige Tochter der Eichler-Kammerer-Unternehmensgruppe.

Am Ostzipfel des Gewerbegebietes waren in den vergangenen Monaten bereits erste Arbeiten zu beobachten: Wildwuchs wurde entfernt, Müll von dem sich lange selbst überlassenen Areal beräumt. „Jetzt liegt die Baugenehmigung vor“, informierte Wolfgang Eichler, geschäftsführender Gesellschafter, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Auf dem 25 000 Quadratmeter großen Areal sollen eine 8000 Quadratmeter große Halle plus Büros und Schulungsräume entstehen. Geplant sind außerdem Grünzonen und Elektro-Tanksäulen, „denn die Entwicklung kommt, und deshalb muss man das jetzt schon planen“, betonte Eichler. Insgesamt investiert das Unternehmen in Borsdorf 13 Millionen Euro. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2018 vorgesehen, der Umzug für Anfang 2019 – ein kurzer Weg.

Denn die Igefa Leipzig hat in der Region eine lange Tradition. 1990 gegründet, hatte sich die Igefa Leipzig zunächst für vier Jahre im Wurzener Motorenwerk eingemietet. Dann die eigenen Geschäftsräume im Gewerbegebiet Gerichshain, wo das Unternehmen in den vergangenen 23 Jahren sein Domizil hatte. „Aber jetzt ist auch der Gerichshainer Standort, wo wir eine 4000 Quadratmeter große Halle haben, zu klein, wir platzen aus allen Nähten“, sagt Eichler. Man wäre gern geblieben, räumte er ein, „aber die Gemeinde konnte uns keine größere Fläche zur Verfügung stellen.“ Borsdorf konnte und das auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft. „Das ist auch gut für unsere 70 Mitarbeiter, die wir nicht verlieren wollen“, so Eichler. Der neue Standort vereint nach seiner Meinung noch mehr Vorteile. Das Areal bietet –„je nachdem, wie sich der Umsatz entwickelt“ – Luft zum Wachsen. „ Und es ist nah an der Autobahn und nah am Kunden, denn Halle/Leipzig ist unser Hauptabsatzgebiet.“ Kunden sind Gastgewerbe, Gebäudereiniger, Altenheime, Krankenhäuser, Industrie und Kommunen.

Auch Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) zeigte sich glücklich, „dass hier was passiert und Sie den Mut haben, in unserem Gewerbegebiet zu investieren“. Er hofft, dass die Igefa-Ansiedlung als eine Art „Initialzündung“ wirkt und weitere Investoren auf das Gewerbegebiet aufmerksam werden. Platz ist da. Entlang der B 6 reiht sich Solarmodul an Solarmodul, an der Panitzscher Straße haben sich unter anderen Rewe, ein Lebensmitteldiscounter und ein Tierklinikum angesiedelt, doch dahinter erstreckt sich noch viel grüne Wiese. Von insgesamt 24,5 Hektar des 1991 erschlossenen Gebietes stehen noch immer 55 000 Quadratmeter zur Verfügung, knapp ein Viertel.

Von Ines Alekowa

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