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Wurzen Mehrkosten für neue Turnhalle in Borsdorf
Region Wurzen Mehrkosten für neue Turnhalle in Borsdorf
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17:05 22.04.2018
An der neuen Zweifeldsporthalle in Borsdorf stehen innen wie außen noch Restarbeiten aus. Quelle: LVZ-Archiv
Borsdorf


Die neue Zweifeldsporthalle in Borsdorf an den Bahngleisen ist immer noch nicht fertig. Sowohl außen, als auch innen stehen noch Restarbeiten an, informierte Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) zur jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Am ärgerlichsten sei, dass die Steuertechnik der Heizung noch nicht richtig funktioniere, wodurch sie nicht nur zu viele Pellets verbrauche, sondern die Halle auch überheizt sei.

Nutzung seit mehreren Wochen möglich

Immerhin kann die Sportstätte seit der zweiten Januarwoche genutzt werden. Zum 20. Landesschützentag, den die Gemeinde am 21. April zusammen mit der Leipziger Communalgarde ausrichtet, soll die neue Sportstätte auch offiziell übergeben werden. In der Verwaltung denkt man dabei praktisch: Die Halle muss für den Schützentag bestuhlt werden, das soll auch gleich für den Festakt am Abend genutzt werden. Für diesen können sich interessierte Bürger im Rathaus um Tickets bewerben, allerdings ist deren Anzahl begrenzt.

Schon jetzt ist aber absehbar, dass sich in den Sekt zu dieser Veranstaltung wohl auch Wermutstropfen mischen werden. Denn nach und nach flattern der Gemeinde die letzten Rechnungen für den Bau auf den Tisch. Rund 75 000 Euro betragen die jüngsten Mehrkosten, informierte der Bürgermeister.

Schwieriger Baugrund

Die Gründe für die Kostenexplosion sind den Angaben zufolge vielfältig. Den größten Posten mit allein 40  000 Euro macht die Baugrundverbesserung auf dem Parkplatz aus. „Das ist ein Riesenhieb. Es war ein erheblicher Bodenaustausch erforderlich, so wie schon bei der Gebäudegründung“, sagte Martin. Brandschutzanforderungen bei der Dacheindeckung schlugen mit 9000 Euro mehr zu Buche und mit 10 000 Euro eine feuersichere Sporthallentür. Für ein aufwendigeres Schließsystem waren gleich mal 2500 Euro mehr zu berappen, weitere 7000 Euro, weil der Maler durch die provisorische Inbetriebnahme noch mal ran muss – um nur einige der acht Positionen zu nennen.

Zur nächsten Gemeinderatssitzung werde er einen Beschlussvorschlag zur Deckung der Kosten vorlegen, kündigte der Rathauschef an. „Wir werden die Kosten in den Doppelhaushalt 2018/19 einstellen.“

Von Ines Alekowa

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