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Wurzen Minderjährige Flüchtlinge: Waldsteinberg dient als Zwischenlösung
Region Wurzen Minderjährige Flüchtlinge: Waldsteinberg dient als Zwischenlösung
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Das Hotel "Zur Hohburger Schweiz" soll zur Notunterkunft für unbegleitete minderjährige Kriegsflüchtlinge ausgebaut werden. Bis der Umbau abgeschlossen ist, wird das Waldhotel in Waldsteinberg als Zwischenlösung genutzt. Quelle: Frank Schmidt
Brandis/Hohburg

Wie berichtet, hatte die Gemeinde Lossatal die kommunale Immobilie in Hohburg als Domizil für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren angeboten. 24 Plätze sollen hier entstehen. Erst vor anderthalb Wochen hatte Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) über die entsprechenden Absichten auf einer Einwohnerversammlung informiert.

Am Mittwoch hieß es nun aus dem Landratsamt, dass vorerst eine Zwischenlösung gefunden werden müsse, da das Hohburger Objekt noch nicht fertig sei. "Als Interimslösung hat das DRK-Muldental dem Landkreis das Waldhotel Fischer in Waldsteinberg ab Anfang November als Notunterkunft angeboten." Das Deutsche Rote Kreuz werde die im Vergleich zu Erwachsenen deutlich intensivere Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge mit der bestehenden Einrichtung in der Nähe koppeln. In Waldsteinberg betreibt das DRK bereits seit Jahren das Kinderheim "Schwalbennest" im Rotkehlchenweg.

Das Hohburger Objekt soll laut Brigitte Laux zügig fertig gestellt werden, so dass die Jugendlichen an ihren geplanten Standort umziehen können. Die Hohburger Einrichtung werde ebenfalls durch den DRK-Kreisverband Muldental betrieben. Sie ist voraussichtlich auf fünf Jahre angelegt. "Inwieweit das Waldhotel in Waldsteinberg auch weiterhin für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung steht, wird noch geprüft", so Laux. Das 34-Zimmer-Objekt nahe der A 14 steht seit längerem leer.

Die in Beucha geplante Gemeinschaftsunterkunft für 120 Flüchtlinge und Asylbewerber soll bis zum 1. Dezember bezugsfertig sein, hieß es weiter. "Diese Zielstellung ist zwar sehr sportlich, aber nach aktueller Einschätzung machbar." In der Beuchaer Albert-Kuntz-Straße soll ein Bürogebäude der Steinbruchfirma Ruppert als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden.

Simone Prenzel