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Wurzen Minister bei Brandiser Klimahelden
Region Wurzen Minister bei Brandiser Klimahelden
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05:00 16.09.2010
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. Gestern stellten die beiden Elftklässler ihre Ergebnisse Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) vor. Insgesamt 16 Gymnasien und Schulen beteiligten sich an einem sachsenweiten Aktionstag unter dem Motto „Sachsens Klimahelden".

Wie viel Energie pulvern wir eigentlich zum Fenster raus? Dieser Frage gingen die beiden 16-Jährigen im Rahmen eines Jugend forscht-Projektes nach. „Wir merkten selbst im Unterricht, dass es durch die geschlossenen Fenster zieht", berichtete Anja Labitzke vor Schülern und Lehrern, die sich anlässlich der Ministervisite in der Aula versammelt hatten. Die Jungforscher wollten es ganz genau wissen: Wie viel Energie entweicht an welchen Stellen? Mit Hilfe einer Wärmebildkamera und der Blower-Door-Methode wurden die Schwachstellen schnell aufgespürt. „Es sind vor allem die Fenster, die unbedingt ausgetauscht werden müssen", schlussfolgerte die 16-jährige Wolfshainerin. Allein durch diese Maßnahme ließen sich jährlich 13 800 Euro einsparen. Auch plätschernde Wasserhähne im Schulgebäude knöpften sich die Schüler vor und deckten Sparpotenziale auf.

„Ich bin beeindruckt, mit wie viel Engagement, Kreativität und Kompetenz sich die Schüler dem wichtigen Themen Klimaschutz zuwenden", zollte Kupfer den Jugendlichen seine Anerkennung. Es sei wichtig, so Sachsens Umweltminister, dass sich jeder für Fragen des Klimawandels interessierte. „Denn der findet nicht irgendwo statt, sondern auch vor unserer Haustür." Zum Beweis überreichte er als Gastgeschenk einen Klimaatlas des Freistaates. „Hier sind alle Daten der letzten 50 Jahre erfasst." Und auch in Sachsen seien in dieser Zeit die Durchschnittstemperaturen gestiegen. Dass Schüler ihre Schule in Energiefragen unter die Lupe nehmen, zeige, dass ihnen die schleichende Erderwärmung nicht egal sei. Noch bis Ende Oktober wird eine Jury die von allen sächsischen Schulen eingegangenen Wettbewerbsbeiträge bewerten. Gekürt werden die Klimahelden am 5. November in Radebeul. „Für mich", verriet Kupfer, „seit ihr die Favoriten".

Nicht möglich wäre dies alles ohne Partner in der Praxis, betonten Schulleiterin Irina Salewski und Lehrer Lutz Feichtinger, Das Gymnasium nutzte die gestrige Veranstaltung deshalb, um sich besonders bei Matthias Lindner, Geschäftsführer des Landmaschinenvertriebes Deuben, und Tobias Reich, Geschäftsführer der EPEG Energieplanung mit Sitz in Brandis zu bedanken, „Die Firmen unterstützen uns nach Kräften. Für Untersuchungen stellen sie uns moderne Technik zur Verfügung, die wir uns als Schule sonst nie leisten könnten", betonte Feichtinger.

Besonders freut Schüler und Lehrer des Gymnasiums, dass der Energie-Check nicht ohne Folgen bleibt. Bekanntlich ist die Stadt Brandis als Schulträger seit längerer Zeit bemüht, für die maroden Fenster eine Lösung zu finden. „Am Montag wird ein erstes Musterfenster eingebaut", kündigte Vize-Bürgermeister Joachim Kühnel an. Da es sich beim Gymnasium um ein für das Stadtbild prägendes und historisch bedeutendes Gebäude handele, wolle der Denkmalschutz vor Beginn der Bauarbeiten die Optik noch einmal prüfen. „Das Amt sagt: Die Schule muss nicht nur dicht werden, sondern es muss auch besonders gut aussehen", meinte Kühnel.

Simone Prenzel

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