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Mit Knickebockern auf dem Drahtesel

Mit Knickebockern auf dem Drahtesel

Das ist wohl ein perfektes Timing. Gerade waren am Sonnabendmorgen die nächtlichen Gewitter abgeklungen und die Asphaltbänder des Muldentals abgetrocknet, da fiel auf der Panitzscher Trabrennbahn der Startschuss zur dritten Auflage der "Historica", einer historischen Radtourenfahrt.

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Technik, die fasziniert: Historica-Teilnehmer Kristin Laass und Thomas Ebelt nehmen einen betagten Drahtesel in den Fokus.

Quelle: Roger Dietze

Panitzsch. Besser gesagt "die Startschüsse", denn während die Pedalritter, die wahlweise die 50, 80, 110 oder 150 Kilometer lange Schleife durchs Muldental unter ihre schmalen Pneus nahmen, erst 9 Uhr losfuhren, hatten sich die Jungen und Mädchen mit den ganz strammen Waden bereits eine Stunde zuvor auf den 200er Rundkurs begeben.

Wobei die Waden respektive die Kraft, die die Historica-Teilnehmer aus ihren Beinen abrufen können, bei der Historica eine eher untergeordnete Rolle spielen. Denn im Vordergrund steht bei der vom Delitzscher Verein "Hallzig-Express" organisierten Veranstaltung zum einen die Liebe zur Fahrradtechnik und zum anderen der Wunsch, eine spleenige Geschichte mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden. Und zwar konkret in Form einer Spendensammlung für das Markkleeberger Kinderhospiz Bärenherz.

Bereits im Monat zuvor hatten die Hallzig-Express-Akteure gemeinsam mit einem befreundeten Hannoveraner Verein eine Sternfahrt von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, der Bundeshauptstadt Berlin sowie von Leipzig aus zum Brocken organisiert, mit der 5000 Euro für drei Kinderhospize eingespielt werden konnten. Dass bei der dritten Historica-Auflage mit über 400 Startern ein neuer Teilnehmerrekord erreicht wurde, freute deshalb Cheforganisator Oliver Polz gleich in doppelter Hinsicht. "Offensichtlich haben wir damit einen Nerv getroffen, und jeder Teilnehmer mehr bedeutet letztendlich auch mehr Spenden für das Bärenherz", so der 47-Jährige, dessen Verein vorgestern einmal mehr Sonderpreise für den jüngsten und ältesten Teilnehmer sowie den mit dem längsten Anfahrtsweg vergab.

In letzterer Kategorie außer Konkurrenz lief Norman Ebelt aus Brandis. Hätte es indes einen Sonderpreis für das stilvollste Outfit gegeben, die Chancen für den 29-Jährigen und dessen Freundin Kristin Laass wären um ein Vielfaches höher gewesen. Denn die Zwickauerin hatte sich nach 2014 erneut an den Beständen ihres Vaters - eines Anbieters von Oldtimerfahrten - gütlich getan und Schiebermütze und Knickerbocker ausgewählt. In Anbetracht der dicken Stoffe, ihrer schweren und lediglich über einen Gang verfügenden Stahlrösser war die Wahl der 80 Kilometer-Runde durchaus ambitioniert.

"Wir haben uns auf einer Radtour zur Ostsee entlang des Neiße-Radweges vorbereitet, und mit dem Grimmaer Berg gibt es auf der Runde auch nur eine steile Stelle, an der die Räder notfalls auch geschoben werden können", so Norman Ebelt, der seinen Vater Thomas zu einer Teilnahme am 80-Kilometer-Rundkurs überreden konnte - mit einem Fahrrad der Marke "Standard", das schon Großvater Ebelt treue Dienste geleistet haben soll.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2015
Roger Dietze

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