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Mit Schwung aus dem Jubiläumsjahr in die neue Konzertreihe des Domes

Mit Schwung aus dem Jubiläumsjahr in die neue Konzertreihe des Domes

Auf 26 Veranstaltungen im Mariendom, von Konzerten über Vorträge bis Orgelführung in der Dämmerung, dürfen sich die Wurzener und ihre Gäste 2015 freuen. Der Programmflyer ist druckfrisch und wird morgen, zum ersten Konzert, verteilt.

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Die Donkosaken.

Quelle: privat

Wurzen. "Wir versuchen, den Schwung aus dem Jubiläum 900 Jahre Dom auf die Konzertreihe 2015 zu übertragen", sagt Domkantor Johannes Dickert. "Ich denke, unser Konzept ist aufgegangen, dass wir uns zum normalen Jahresprogramm auch besondere Dinge geleistet haben, weil sie einfach zu einem Jubiläum dazugehören. Sowohl das Interesse an der Konzertreihe als auch am Dom ist so gestiegen", lautet seine Bilanz. Und die Besucherzahlen bestätigen dies. 4700 kamen allein zu den musikalischen Events - der Durchschnitt liegt sonst bei 3500. Die meisten, 550, zählte er bei den Thomanern. Deren Gastspiel war mit Kosten von 14 000 Euro zugleich das teuerste - "und nur dank des Engagements von Sponsoren und Stadt möglich", betont Dickert und nutzt die Gelegenheit für ein Dankeschön auch an die fast 200 ehrenamtlichen Mitwirkenden von Kirchenmusikern bis Einlassdienst. "Ohne sie hätten wir das nicht stemmen können."

"Natürlich hätten wir noch mehr machen können", sagt Dickert. "Aber wir wollen ja auch dieses Jahr wieder etwas anbieten." Den Auftakt bestreitet morgen der Donkosaken-Chor Serge Jaroff, dessen stimmliche Qualität bei der hervorragenden Domakustik besonders gut zum Tragen kommt. Er wird - wie Oswald Sattler und das Kastelruther Männerquartett, das Südtiroler Volksmusik mitbringt (16.9.), von einer Agentur präsentiert. Dickert überlässt den Dom zum Start der Konzertreihe gern solchen Publikumslieblingen. "Ein richtiger Kracher garantiert unserer Reihe die nötige Aufmerksamkeit", schmunzelt er.

Deren Fixpunkte werden wieder von den kirchenmusikalischen Gruppen Dom- und Jugendkantorei, Kurrende und Kammerorchester St. Wenceslai gestaltet, unter anderem die Passionsmusik am Karfreitag (3.4.) und drei Adventskonzerte. Verstärkung durch das Leipziger Symphonieorchester erhalten sie am 13. Dezember, um Bachs Weihnachtsoratorium und Saint-Saens' hier lange nicht gespieltes Oratorio de Noel auf die Bühne zu bringen. Die Leipziger gehören fast schon zum Inventar des Domes und sind bereits am Reformationstag zu erleben. Ein Podium erhält auch erneut das zweite Orchester im Kulturraum Leipziger Raum, die Sächsische Bläserphilharmonie (3.5.), die festliche Musik für Bläser und Orgel mitbringt. Überhaupt hat die Königin der Instrumente, 2014 etwas im Hintergrund stehend, große Auftritte. "Richtig so. Das wunderschöne Instrument muss auch klingen", sagt der Kantor. Dafür sorgen Matthias Eisenberg (30.5.), Jonas Wilfert (20.8.) und Dickert selbst (24.12.); zwei weitere Termine sehen die Orgel in Begleitung von Violine (15.3.) und Tanz (27.9.). Letzteres biete sich mit dem Podest vor der Orgel geradezu an und sei keineswegs ungewöhnlich, "weil zumindest jede barocke Musik auch tanzbar ist", meint Dickert.

Ein Experiment stellt ein kleines Chorfestival im Sommer dar. Das junge Vocalis-Ensemble Dresden (14.6.), der Australien Chamber Choir (12.7.) und ein festliches Konzert mit Solisten, Domkantorei, Kammerorchester und noch einmal den Leipziger Symphonikern (27.6.) versprechen eine interessante Mischung. Ein weiterer Chor - der Landesjugendchor Sachsen - wird im Oktober erwartet und als Highlight das Leipziger Calmus-Ensemble (18.11.), für das Dickert mit ähnlicher Resonanz wie 2014 bei Amarcord rechnet. Ergänzt wird das Programm durch einen Vortrag über die polarisierende Kunst Wrbas. "Es ist ein Ergebnis des Kolloquiums 2014, sich verstärkt mit der Einrichtung des Domes auseinanderzusetzen", sagt Dickert.

"Noch ist allerdings nicht alles finanziell untersetzt", betont der Domkantor. Der Kulturraum hatte für dieses Jahr die Förderung für Kirchenmusik komplett gestrichen. "Natürlich sind wir deshalb bei der Planung keine Risiken eingegangen", sagt er. Aber es gebe Grund zur Hoffnung. "Schon 2014, als ich die Kürzung publik gemacht habe, war die Kollekte höher als gewohnt. Ein Zeichen, dass den Besuchern die Reihe das Geld wert ist." Außerdem wurden Sponsoren angeschrieben, und der Beitrag für eine Erwähnung im Flyer wurde von 30 auf 50 Euro erhöht. Auch der Eintritt werde "moderat" angehoben, kündigt er an. "Am Jahresende werden wir wissen, ob wir plus/minus Null aus der Geschichte herauskommen oder 2016 Schulden abtragen müssen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.01.2015
Ines Alekowa

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