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Wurzen Mittelalterausstellung eröffnet Kulturjahr im Kreismuseum Grimma
Region Wurzen Mittelalterausstellung eröffnet Kulturjahr im Kreismuseum Grimma
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15:00 19.01.2016
Marita Pesenecker vom Kreismuseum Grimma bereitet mit ihrem Team die Mittelalterausstellung vor. Hier eine Truhe aus dem Grimmaer Rathaus. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert. Quelle: Thomas Kube
Grimma.

Klöppeln gestern und heute“, heißt es noch bis zum 14. Februar in den Räumen den Kreismuseums Grimma. Gegenwärtig sind die Mitarbeiter des Museums dabei, der Mittelalterausstellung den letzten Schliff zu geben. Diese befindet sich im Erdgeschoss der Einrichtung und wurde durch die Flut 2013 zerstört. Ende Januar werden die Exponate wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. „Wir haben uns dazu entschlossen, die Ausstellung nicht neu zu konzipieren, sondern nur einige Teile zu überarbeiten. Dazu gehört unter anderem die Geschichte zum Kloster Nimbschen. Hier ist es uns gelungen, ein Weihwasserbecken, das bei den archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurde, für die Dauerausstellung vom Landesamt für Archäologie als Leihgabe zu bekommen“, freut sich Marita Pesenecker, Leiterin des Kreismuseums.

Zu den Raritäten der Ausstellung gehört auch eine Grimmaer Ratstruhe aus dem 15. Jahrhundert. „Die Truhe wurde bereits 2002 durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen. Bei den Restaurationsarbeiten sind drei Münzen aus dem 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert entdeckt worden“, erzählt die Museumschefin. Das Gerichtsschwert und der Schulzenstab stammen ebenfalls noch aus dem Fundus des Grimmaer Rathauses. Diese Utensilien gehörten zur damaligen Rechtssprechung. Auch zahlreiche Folterinstrumente wie Fuss-, Arm- und Halsfessel gehören zur Ausstellung.

Parallel zur ständigen Mittelalterschau bereiten die Museumsmitarbeiter eine Ausstellung zu Ostern vor. Diese soll am 28. Februar eröffnet werden. Unter dem Titel „Volkskunst zu Ostern“ werden Leihgaben von Gretel Buchete aus Berlin zu sehen sein. „Sie sammelt seit Jahrzehnten Ostereier“, erzählt die Museumschefin. Sie selbst wird ebenfalls Exponate beisteuern, die sie in den letzten Jahren aus zahlreichen Ländern mitgebracht hat.

Freuen können sich die Besucher in diesem Jahr auch auf die Papiertheaterausstellung. Diese ist momentan im Museum in Delitzsch zu sehen und wird ab 1. Mai in Grimma Station machen. „Dabei handelt es sich um Papiertheater aus der Zeit um 1900 aus der Sammlung von Ursula Odin“, erzählt Marita Pesenecker. „Wir haben dazu eine schöne Rahmenveranstaltung“, sagt sie. So wird es am 19. Juni Papiertheater in Aktion geben. Gespielt wird „Die schöne Magelone“ – Rittermärchen von Ludwig Tieck.

Eine weitere Sonderausstellung wird vom 14. August bis zum 13. November sicherlich viele Grimmaer ins Museum locken: Zu sehen gibt es historische Fotos aus der Sammlung des Grimmaers Manfred Pippig. Die letzte Ausstellung, die das Kreismuseum in diesem Jahr zeigen wird, ist eine Indianer-Ausstellung. „Das wird unsere Weihnachtsausstellung sein. Früher wurden oft Indianerfiguren zu Weihnachten verschenkt“, erzählt die Museumschefin. Die Exponate stammen aus einer Sammlung des Grimmaer Manfred Kertscher. Einzelne Exemplare will auch Stadtrat Jörg Diecke beisteuern. Gleichzeitig wird es zu den einzelnen Ausstellungen noch Sonderveranstaltungen geben. So können sich die Jüngsten am Internationalem Museumstag auf ein Puppenspiel freuen.

Von Cornelia Braun

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