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Wurzen Mountainbiker zeigen sich in Panitzsch wetterfest
Region Wurzen Mountainbiker zeigen sich in Panitzsch wetterfest
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15:14 05.02.2017
Gemeinsamer Start: Hier geht es nicht um Bestzeiten, sondern ums Bewältigen einer teilweise vereisten Strecke. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
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Panitzsch


Da nahm so mancher eine lange Anreise in Kauf. Die elfjährige Leonie bildete mit ihren Eltern Nina und André Bauer ein Team: „Schnee und Eis stören mich nicht, dafür sitze ich ja auf einem Montainbike. Mit dem Rennrad geht das aber nicht.“ Die junge Familie kam eigens aus dem 550 Kilometer entfernten Schleswig nach Panitzsch „Vorher waren wir noch in Berlin, heute geht es dann gleich wieder heim“, berichtete André Bauer. „Hier zählt nur die Strecke, es werden keine Zeiten genommen. Die Teilnahme ist alles - wer fünf Strecken des Cups bewältigt, erhält ein Finisher-Trikot.“ Ohnehin gehe es nicht um Siegprämien, sondern um Bewegung in der Natur.

Eine weite Anreise hatte auch Jürgen Reschke. Der Wolfsburger ist beim VfB Fallersleben aktiv und stellte sich ganz bewusst der Herausforderung einer ihm unbekannten Strecke: „Aber ich habe ein GPS dabei, und es wurden ja auch einige Schilder aufgestellt.“ Für ihn sei es besonders reizvoll, gemeinsam mit Freunden auf Tour zu gehen. „Mit den anderen Fahrern sollte man auf langen Strecken schon mal ein Gespräch führen können. Meist geht das ganz gut, nur bei Bergtouren wird die Luft schon mal knapp.“

Fit für solche Bergtouren wollte sich Axel Frauendienst machen. Der Bitterfelder möchte beim „Stone Man Dolomiti“ mitmachen, wo etliche anspruchsvolle Bergetappen warten. „Für mich ist das heute ein ideales Training.“ Im Winter sei eine solche Fahrt über oft vereiste Pisten schon außergewöhnlich. „Wir sind auch schon bei Minus 17 Grad gefahren, da ist das heute noch harmlos“, so Vereinskollege Stephan Hensel.

Jeder Meter der bis zu 90 Kilometer langen Strecke wurde noch wenige Minuten vor dem Start überprüft. „Ein paar gefährliche Abschnitte haben wir kurzfristig aus dem Plan herausgenommen. Und wir raten dazu, auch mal 100 Meter das Rad zu schieben, wenn das Eis zu extrem ist“, erklärte Organisator Oliver Polz vom Verein Hallzig Express. Die aktuelle Veranstaltung fand erstmals statt, zudem ist sie der Auftakt des ebenfalls gerade ins Leben gerufenen Country Cups Deutschland. „Unsere Teilnehmer sind hart im Nehmen, die sind um einiges verrückter als andere Fahrer und wissen einfach, dass sie immer mal hinfallen werden“, weiß Doreen Onischuk von den Organisatoren.

Von Bert Endruszeit

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