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Wurzen Muldebrücke wird zum Nadelöhr
Region Wurzen Muldebrücke wird zum Nadelöhr
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05:00 15.08.2012
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Grund für die Verkehrsbremse kurz vor Ende der Sommerferien seien Gewährleistungsarbeiten, sagte Deges-Baubevollmächtigter Dirk Valentin auf Anfrage.

Seit der Einweihung des knapp 530 Meter langen Überweges am 25. Mai 2007 haben sich im Straßenbelag Risse gebildet, mittlerweile sogar Löcher. Deswegen beauftragte die Deges jetzt die damalige Bietergemeinschaft Porr Technobau Berlin und KSH Stahlbau Hannover GmbH mit der Reparatur der Schadstellen, da die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen sei. Jedoch umfassen die geplanten Arbeiten ebenso den Radweg auf Bennewitzer Seite. Derzeit befinden sich Bauherr Deges und die Porr GmbH hierzu in der Feinabstimmung. Eines stehe aber bereits heute definitiv fest, so Valentin: „Die Arbeiten dauern wegen ihres Umfanges voraussichtlich drei Wochen." Der entsprechende Hinweis darüber wurde mittlerweile der Unteren Verkehrsbehörde im Wurzener Stadthaus zugestellt.

Manfred Bresk bestätigte gestern den Erhalt des Schreiben. Er kennt auch die Details der Sperrung. „Zunächst wird ab 20. August eine der beiden Brückenspuren in Richtung Leipzig dicht gemacht." Sobald Porr mit der Sanierung fertig sei, erfolge der Wechsel mit der Teilsperrung der Bundesstraße 6 nach Oschatz. Lediglich die Fahrspur am Zügelgurt bleibe frei. Voraussichtlich am 8. September heiße es dann wieder freie Fahrt, so Bresk. Jedoch muss ebenso die Kommune noch einmal ran an den Brückenkörper, verrät der Experte und ist daher nicht ganz unglücklich mit dem aktuellen Bauvorhaben.

Denn zeitgleich zur Fahrbahnreparatur sollen die 25 Leuchten entlang des Radweges auf sichere Füße gestellt werden. Immerhin erwiesen sich die Konstruktionen mit den Jahren als wenig sturmfest, wurden nach und nach in Windrichtung gedrückt. Die auffälligsten Wackelkandidaten verarztete der Bauhof für den Moment, doch diesmal gehe es sämtlichen Lichtquellen ans Standbein. Hierfür orderte Bresk eine Wurzener Firma, die Auftragserteilung erfolgte gestern. Schon 2007 hatte es Ärger mit der Beleuchtung gegeben. Damals verzögerte sich die Installation aufgrund längerer Lieferfristen. Seinerzeit übermittelte der Hersteller dem Planer falsche Daten, darüber hinaus herrschte Materialknappheit.

Keineswegs neu sind ebenfalls Ausbesserungsarbeiten am Muldeüberweg in Wurzen. 16 Monate nach der Einweihung wirbelten Baufirmen, weil sich auf einer Länge von 40 Metern Blasen auf dem Asphalt bildeten. Den Untersuchungen nach verursachte Restfeuchtigkeit des Betons die Unebenheiten der Deckschicht – ein Fall von Gewährleistungsmangel.

Kai-Uwe Brandt

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