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Muldental in Fahrt: Zum Auftakt winken Gratis-Tickets

ÖPNV-Modellvorhaben Muldental in Fahrt: Zum Auftakt winken Gratis-Tickets

Mit Gratisfahrten startet das Modellvorhaben Muldental in Fahrt am 11. Dezember auf ausgewählten Linien. Ein attraktiveres Angebot im öffentlichen Personennahverkehr ist das Ziel. Brandis erhält unter anderem Anschluss an den S-Bahn-Haltepunkt in Gerichshain, das Lossatal kommt bequemer zur Bahnstation in Kühren.

Muldental in Fahrt: Je nach Bedarf rollen auch MIni-Busse, die in Borna bereits öffentlich vorgestellt wurden.

Quelle: Andreas Döring

Landkreis Leipzig. Ein dichtes Netz an Haltestellen, teilweise halbstündliche Verbindungen und Fahrten bis in den späten Abend – das sind Vorzüge, die das Modellvorhaben Muldental in Fahrt ausmachen. In den Städten Grimma, Brandis, Colditz und Bad Lausick fällt am 11. Dezember der Startschuss für die ersten vier Linien. „Es geht um einen Paradigmenwechsel im Nahverkehr“, macht der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (SPD) deutlich. „Durch das Angebot werden gänzlich neue Zielgruppen erschlossen. Kundenfreundliche Takte, eine enge Verbindung von Bus und Bahn und noch dazu ein moderner Fahrkomfort sind weitere Pluspunkte.“ Die beteiligten Akteure wollen den Start am 11. Dezember möglichst öffentlichkeitswirksam bestreiten. „Es wird gezielte Marketingaktionen geben“, kündigt Jesse an. Ein unschlagbares Argument dürfte sein, dass am ersten Tag auf allen vier Linien Gratis-Fahrten möglich sind. „Dazu werden noch Info-Flyer in den beteiligten Orten verteilt“, wie Juliane Vettermann, Sprecherin des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), auf LVZ-Anfrage informierte.

Anbindung weiterer Ortschaften

Erste Bausteine, die umgesetzt werden: Zwischen Colditz, Schönbach und Bad Lausick wird ab 11. Dezember im Zwei-Stunden-Takt – in der Hauptverkehrszeit auch öfter – der Bus rollen. In Falkenhain starten ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt Busse in Richtung Bahnhof Kühren. „Damit haben wir quasi direkten Anschluss an den Leipziger Citytunnel“, frohlockt Lossatals Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD), der sich weitere Impulse für den ländlichen Raum verspricht. Eine veränderte Linienführung soll zudem auf der Strecke Wurzen-Burkartshain-Oelschütz-Grimma im Ein-Stunden-Takt realisiert werden und damit weitere Ortschaften anbinden.

Am dichtesten ist das Angebot vorerst in Brandis: Auf der neuen Regionalbuslinie 689 werden Fahrzeuge aller 30 Minuten verkehren. Startpunkt ist am Fachklinikum, über den Markt geht es zum S-Bahn-Haltepunkt in Gerichshain. „Unsere Stadt erhält damit einen enormen Standortvorteil. Wir liegen zwar nicht direkt an der Bahn, haben jetzt aber trotzdem Anschluss ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz.“ Ein Vorteil, den vor allem Pendler zu schätzen wissen dürften. Untersuchungen würden zeigen, so Jesse, dass besonders Kommunen mit Gleisanschluss von Einwohnerzuwachs profitieren. Bei Muldental in Fahrt gehe es also um mehr als nur ein paar neue Buslinien. „Wichtig wird sein, dass das Angebot auch von vielen genutzt wird. Viel hängt davon ab, wie erfolgreich auch unsere Brandiser Linie sein wird“, meinte Jesse.

In Brandis entstehen 13 neue Haltestellen

Dass Bedarf an dem neuen Angebot besteht, daran herrsche kein Zweifel. So wird das Fachklinikum am Fuße des Brandiser Kohlenberges ans öffentliche Netz angeschlossen. Ganze Wohngebiete bekommen erstmals einen Bus zu sehen. „Am Weg liegen außerdem elf Ärzte, vier Schulen, ein Pflegeheim, vier Supermärkte und weitere Dienstleister.“ Als Schlüssel zum Erfolg gilt vor allem das engmaschige Haltestellennetz. „Allein in Brandis werden 13 neue Haltestellen entstehen“, kündigte der Stadtchef an. Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, haben sich die Protagonisten bei den Genehmigungsbehörden für eine abgespeckte Variante eingesetzt. „Wir müssen also nicht die sonst üblichen Ausbaustandards erfüllen.“ Für eine Haltestelle reichen Schild, Stange, Standfuß und Fahrplan.

Von Simone Prenzel

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